Sepang: Heißer Kampf und ein wichtiger Sieg

Alex Marquez gewann den Großen Preis von Malaysia in Sepang und sicherte Gresini damit den Titel des unabhängigen Teams. Auf dem harten Asphalt mit Rundenzeiten und Temperaturen, die einen starken Reifenverschleiß verursachten, behielt Marquez einen kühlen Kopf und fuhr von Anfang an ein intelligentes Rennen. Fermin Aldeguer kam nach einem schweren Sturz nicht ins Ziel, beendete die Saison aber dennoch in den Top Ten der Meisterschaft.

Podiumsplätze und herausragende Leistungen

Joan Mir kletterte für Honda HRC Castrol auf das Podium. Mir rutschte in der zweiten Hälfte des Rennens durch das Feld und schnappte sich schließlich P3, eine Belohnung für die harte Arbeit des Teams und ein klarer Schritt nach vorne für Honda. Luca Marini kämpfte sich nach einem frühen Fehler auf P8 zurück, während Fabio Quartararo für Monster Energy Yamaha solide fuhr und die Ziellinie als Fünfter überquerte. Alex Rins versuchte vor allem, die Reifen zu schonen und kam auf P13 ins Ziel.

  • Der Sieger: Alex Marquez (Gresini) - unabhängiger Mannschaftstitel für Gresini
  • Joan Mir (Honda) nach starkem Überholmanöver auf dem Podium
  • Francesco Bagnaia (Ducati) muss mit einem platten Hinterreifen aufgeben
  • Enea Bastianini stürmte von P19 auf P7; Pol Espargaro stürzte früh

Ducati Lenovo musste einen Rückschlag hinnehmen, als Francesco Bagnaia drei Runden vor Schluss an die Box kommen musste und das Rennen wegen eines Hinterreifenschadens nicht beenden konnte. Das Ergebnis ändert nichts an der Tatsache, dass Ducati in diesem Jahr bereits wichtige Titel gewonnen hat, aber es war eine bittere Art, ein starkes Rennen zu beenden.

Teams, Neulinge und Tests

Red Bull KTM Tech3 hatte dank Enea Bastianini, der mehrere Plätze gutmachte und Siebter wurde, Grund zum Optimismus. Pol Espargaro zeigte einen guten Speed, stürzte aber in Runde fünf. Aprilia tat sich in Sepang schwer: Marco Bezzecchi kam nicht über Platz 11 hinaus und Lorenzo Savadori blieb knapp außerhalb der Punkteränge.

Yamaha Factory Racing nutzte das Rennen, um weitere Daten mit dem V4-Prototypen zu sammeln. Wildcard-Pilot Augusto Fernández fuhr alle 20 Runden und kam auf P18 ins Ziel. Für Prima Pramac Yamaha verlief das Wochenende enttäuschend: Jack Miller holte mit P14 zwei Punkte und Miguel Oliveira erholte sich nach einem Sturz und belegte P19.

Ergebnisse und Ausblick

Der Zermürbungskampf in Sepang war auch ein Test für das Reifenmanagement und die Kühlung. Viele Fahrer mussten das Tempo drosseln, um die Ziellinie zu erreichen. Nach zwei Grands Prix geht es nun zurück nach Europa. In zwei Wochen wird der Kampf in Portimão auf dem Autodromo Internacional do Algarve fortgesetzt.

“Heute habe ich meine Herangehensweise am Start geändert und das hat den Unterschied gemacht; wir wurden das beste unabhängige Team von der Spitze des Podiums.”

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