Aktives Aero und das Problem des Plankenverschleißes

Im Jahr 2026 werden die Formel-1-Fahrzeuge mit einer vollaktiven Aerodynamik ausgestattet sein. Die Flügel können zwischen zwei Positionen umgeschaltet werden: mehr Abtrieb in Kurven und weniger Luftwiderstand auf Geraden. Die Fahrer schalten manuell in speziellen Aktivierungszonen um, die von der FIA festgelegt werden.

Die Regeln lassen Spielraum, um die Spurführung bei unsicheren Bedingungen zu deaktivieren. Das gilt beispielsweise bei starkem Regen. Bei zu geringem Abtrieb auf nasser Fahrbahn kann ein Auto instabil und gefährlich werden.

Unvorhergesehenes Risiko: Verschleiß der Planken

Die Teams entdeckten ein unbeabsichtigtes Problem. Wenn die Fahrzeuge mit hohem Abtrieb auf geraden Strecken fahren, drücken die Kräfte das Auto stärker auf die Fahrbahn. Das erhöht das Risiko, dass die Holzplatte (Skid Block) abnutzt oder beschädigt wird. Plattenverschleiß führt zu Strafpunkten und sogar zur Disqualifikation. Das zeigte sich kürzlich bei einer doppelten Disqualifikation eines Teams.

Die Kombination aus höheren Kraftstoff- und Energiekosten aufgrund des Luftwiderstands ist bereits ein Thema. Aber der Verschleiß der Platte ist ein viel größeres Problem. Die Teams und die FIA haben das Thema in technischen und sportlichen Ausschüssen ausführlich diskutiert.

Wie die FIA das Problem lösen will

Die FIFA (FIA) und die Teams arbeiten an praktischen Anpassungen. Eine Lösung, die derzeit Gestalt annimmt, ist die Verkürzung der Aktivierungszonen bei unsicheren Bedingungen, wie beispielsweise Regen.

Unter trockenen Bedingungen kann eine Aktivierungszone die gesamte Länge einer Geraden umfassen. Bei Regen wird diese Zone deutlich kürzer oder verschwindet ganz. Weniger Zeit in der Geraden bedeutet, dass das Auto kürzer den größten vertikalen Kräften ausgesetzt ist. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Heck ausbricht.

  • Kürzere Aktivierungszonen bei Nässe.
  • Möglichkeit, in gefährlichen Situationen ein Umkippen vollständig auszuschließen.
  • Option, bei Regen nur das vordere Flügelelement zu schalten, um den vorderen Teil weniger auf den Boden zu drücken.

Praktische und fortlaufende Beratung

Die FIA gibt an, dass mehrere Optionen diskutiert wurden. Die Details werden noch ausgearbeitet, bevor die Regeln offiziell festgelegt werden. Die Teams und die technische Leitung wünschen sich eine Lösung, die sowohl sicher als auch technisch realisierbar ist.

Das Thema gewinnt zusätzlich an Dringlichkeit, da es in dieser Saison bereits mehrere Fälle von übermäßigem Plankenschleifen gegeben hat. Neben der jüngsten Disqualifikation gab es bereits frühere Vorfälle bei anderen Teams während des Grand Prix von China bzw. Bahrain.

Letztendlich strebt der Sport ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit, fairem Wettbewerb und technischer Innovation an. Die vorgeschlagenen kürzeren Aktivierungszonen sollen dies ermöglichen, ohne den Kern der neuen Regeln für 2026 zu untergraben.

de_DEDE