Manthey begrenzt Einsatz: zwei 911 GT3 R im Jahr 2026
Manthey wird 2026 nicht mehr wie 2025 mit drei Fahrzeugen in der DTM antreten. Beim Saisonfinale der WEC in Bahrain machte Chefmechaniker Patrick Arkenau deutlich, dass das Team zwei 911 GT3 R mit dem neuen Evo-Paket anmelden wird. Das ist eine deutliche Verkleinerung des Programms.
Manthey bleibt ein Kundenteam von Porsche. Das bedeutet, dass das Team zwar Präferenzen äußern kann, aber letztendlich Porsche entscheidet, welche Fahrer zugeteilt werden. Arkenau äußerte sich positiv über das Niveau der Aufstellung: Er geht davon aus, dass die Kombination mindestens genauso stark sein wird wie in den Vorjahren.
Wer fährt 2026? Preining nah dran, Feller aussichtsreicher Kandidat
Thomas Preining scheint sich seines Platzes bei Manthey im Jahr 2026 sicher zu sein. Der Österreicher gilt als einer der besten DTM-Piloten und bleibt eine feste Größe im Porsche-Programm. Preining wird auch für Langstreckenrennen in der IMSA genannt, aber vorerst ist sein DTM-Platz bei Manthey wahrscheinlich.
Als möglicher Teamkollege von Preining wird vor allem Ricardo Feller genannt. Der 25-jährige Porsche-Fahrer Feller fuhr kürzlich bereits für Manthey beim Pirelli-Test in Le Castellet; Preining war dort am Donnerstag der andere Fahrer. Laut einem Sprecher von Manthey wurden beide Fahrer von Porsche für diesen Test ausgewählt, und die endgültige DTM-Aufstellung für 2026 ist noch nicht offiziell bestätigt.
- Manthey meldet zwei 911 GT3 R Evo für 2026 an.
- Thomas Preining scheint weiterhin für Manthey zu fahren.
- Ricardo Feller testete für Manthey und wird als möglicher Teamkollege genannt.
- Die endgültige Fahreraufstellung wird von Porsche festgelegt.
Güven in Richtung anderer Wege; Land-Team und die Kosten des Evo
Champion Ayhancan Güven fehlt beim Pirelli-Test in Le Castellet und hat noch nichts über die Verteidigung seines DTM-Titels bestätigt. Nach Informationen aus Rennkreisen hat Porsche andere Pläne mit Güven. Er beeindruckte beim Formel-E-Rookie-Test und wird dort bereits als Kandidat genannt. Porsche hat außerdem ein zweites Werksteam für die Formel E für 2026/2027 angekündigt, wodurch Arbeitsplätze für junge Talente frei werden.
Für Güven könnte das bedeuten, dass das Jahr nach seinem DTM-Titel vor allem im Zeichen der Vorbereitung auf die Formel E steht, zumal er wenig Erfahrung im Formelsport hat. Das würde erklären, warum er in Le Castellet nicht dabei war.
Darüber hinaus herrscht Unklarheit über das Land-Team, das kürzlich von Audi zu Porsche gewechselt ist. Teamchef Christian Land sagt, dass er intensiv am Programm für 2026 arbeitet, aber die Kosten für den 911 GT3 R Evo sind ein wichtiger Faktor. Der Evo ist in der Anschaffung und im Betrieb teurer als der Audi, was die Finanzierung des Projekts unsicher macht. Ob das Team nach dem Debütjahr mit Feller und dem neuen Auto weitermachen kann, hängt also vor allem vom Budget ab.
Zusammengefasst: Manthey wird das DTM-Programm verkleinern und hat bereits mit potenziellen Fahrern getestet, aber Porsche behält die Kontrolle. Die endgültige Fahreraufstellung und das vollständige Teilnehmerfeld für 2026 werden erst bekannt gegeben, sobald Porsche seine Entscheidungen bekannt gegeben hat.