Was in Katar geschah
Oscar Piastri führte den Grand Prix von Katar von Beginn an an. Max Verstappen und sein Teamkollege Lando Norris folgten mit geringem Abstand. In Runde sieben kam das Safety Car wegen Nico Hülkenbergs liegengebliebenem Sauber zum Einsatz. Das war auch der erste Moment, in dem Teams mit der 25-Runden-Regel noch einen Boxenstopp bis zum Ende durchhalten konnten.
Die meisten Fahrer stoppten sofort. McLaren ließ Piastri und Norris jedoch auf der Strecke. Nur Esteban Ocon von Haas blieb kurz draußen und stoppte in der nächsten Runde. Diese Entscheidung von McLaren erwies sich als entscheidend. Verstappen konnte dadurch die Führung übernehmen und schließlich gewinnen. Piastri fiel trotz eines dominanten Wochenendes auf den zweiten Platz zurück.
Warum McLaren diese Entscheidung getroffen hat
Teamchef Andrea Stella gab später zu, dass die Boxencrew die falsche Entscheidung getroffen hatte. McLaren entschied sich bewusst gegen einen Boxenstopp. Das Team hatte nicht damit gerechnet, dass fast alle gleichzeitig an die Box kommen würden.
Ein wichtiger Gesichtspunkt war das Risiko eines doppelten Boxenstopps. McLaren wollte nicht, dass Norris Zeit verliert, indem beide Autos kurz hintereinander an die Box kommen. Außerdem war das Team der Meinung, dass Piastris Tempo ausreichen würde, um einen Vorsprung herauszufahren. Letztendlich war der Reifenverschleiß geringer als erwartet. Daher konnte McLaren dieses Tempo nicht voll ausnutzen.
Piastri reagiert
Piastri bezeichnete das Ergebnis als schmerzhaft. Er sagte, dass die Niederlage schwer zu verkraften sei, möglicherweise sogar noch schwerer als die Disqualifikation in Las Vegas. Das Team räumte ein, dass die Entscheidung nicht zum gewünschten Ergebnis geführt habe.
Auswirkungen auf die Meisterschaft
Der Sieg von Verstappen bringt den Titelkampf bis zum letzten Rennen. Nach Katar reist Verstappen mit einem Rückstand von zwölf Punkten auf Norris nach Abu Dhabi. Piastri folgt vier Punkte hinter Norris. McLaren sagt, dass es keine Teamorder zum Schutz von Norris geben wird. Beide Fahrer haben die Freiheit, um den Titel zu kämpfen. Das Team wies darauf hin, dass es in der Vergangenheit Beispiele gab, bei denen der Dritte in letzter Minute Meister wurde, beispielsweise 2007 und 2010.
- Hauptursache: McLaren hatte nicht damit gerechnet, dass alle an die Box kommen würden.
- Technischer Faktor: geringerer Reifenverschleiß als vorhergesagt.
- Sportliche Auswirkungen: Verstappen bleibt in der Meisterschaft und die Frage nach dem Titel bleibt offen.
McLaren muss sich schnell erholen. Die Entscheidungen in Abu Dhabi entscheiden darüber, wer den Titel holt.