Hamilton wird verwarnt, weil er bei gelber Flagge nicht abbremst

Stewards erteilen nach Leclercs Dreher eine Verwarnung

Lewis Hamilton wurde verwarnt, nachdem er bei einer doppelten gelben Flagge während des Sprint-Qualifyings in Brasilien nicht sichtbar langsamer geworden war. Die Situation entstand, als sich sein Teamkollege Charles Leclerc am Ausgang von Kurve 10 kurz drehte, woraufhin die doppelte gelbe Flagge gezeigt wurde.

Was genau geschah

Hamilton schied im zweiten Teil des Qualifyings aus. Er wird den Sprint am Samstag von Platz 11 aus starten. Die Stewards kamen zu dem Schluss, dass er gegen die Regeln verstoßen hatte, weil er seine Geschwindigkeit nicht ausreichend reduziert hatte. Dennoch wurde er nicht mit einer Startplatzstrafe belegt.

Grund für einen Verweis und nicht für eine Bestrafung

Nach Ansicht der Stewards spielte die kurze Dauer des Signals eine Rolle. Die linke Warntafel leuchtete nur für den Bruchteil einer Sekunde, gerade als Hamilton in die Kurve einbog. Dennoch war die Rennleitung der Meinung, dass er hätte merken müssen, dass er sich in einem gelben Sektor befand und seine Geschwindigkeit deutlich reduzieren musste.

Die exzellenten Telemetriedaten zeigten, dass Hamilton zögerte, als er die Drosselklappe wieder öffnete, aber nicht genug Geschwindigkeit verlor, wie es erforderlich gewesen wäre. Aus Gründen der Kohärenz mit früheren Entscheidungen entschieden sich die Stewards für eine Verwarnung anstelle der üblichen Strafe von fünf Startplätzen.

Antwort von Hamilton

Hamilton gab bei der Anhörung an, dass er die linke Warntafel nicht gesehen habe. Er schaute mehr nach rechts, als er in die Kurve einfuhr, und sah sowohl Leclercs Auto als auch ein grünes Signal am Ausgangspunkt. Er sagte, er sei jetzt auf Platz 11 und werde versuchen, von dort aus das Beste aus dem Sprint zu machen.

  • Zwischenfall: Leclerc drehte sich in Kurve 10, doppelte gelbe Flagge wurde gezeigt.
  • Hamilton: Laut Stewards nicht genug Geschwindigkeit reduziert.
  • Telemetrie: Zögern beim Beschleunigen, aber keine offensichtliche Geschwindigkeitsreduzierung.
  • Entscheidung: Verwarnung anstelle einer Strafe von fünf Plätzen.
  • Startplatzsprint: Hamilton auf P11.

Was bedeutet das für den Sprint?

Von 11 zu starten ist eine heikle Situation. Hamilton sagte, er wolle weiter Spaß haben und versuchen, vorwärts zu kommen. An der Meisterschaft ändert dieser Verweis wenig, aber es ist ein weiterer Rückschlag in einer schwierigen Saison für ihn.

MotoGP Portimão: Der Freitag in Kurzform

Marquez und Aldeguer geben den Ton an

Alex Marquez war der schnellste Fahrer am Freitag in Portimão. Er fuhr sowohl im FP1 als auch im Training die schnellsten Zeiten und sicherte sich damit einen Platz im Q2. Auch Fermin Aldeguer zeigte eine starke Leistung. Er fuhr im FP1 in die Top Ten und schaffte nach dem Training den Einzug ins Q2.

Beide Gresini-Fahrer schienen sich auf der anspruchsvollen Strecke von den ersten Runden an wohl zu fühlen. Die Teamarbeit verlief reibungslos und die Abstimmung gab sofort Vertrauen, was auf einer Strecke mit vielen Höhenunterschieden und blinden Kurven wichtig ist.

Ich kam in der richtigen Stimmung nach Portugal: entspannt, aber mit der richtigen Aufregung für ein MotoGP-Wochenende.

Honda und veränderte Bedingungen

Das Wetter spielte eine wichtige Rolle. Joan Mir blieb konstant schnell und beendete den Tag als Fünfter, der es bis ins Q2 schaffte. Seine Honda RC213V gab ihm genug Selbstvertrauen, um um die ersten beiden Reihen zu kämpfen.

Luca Marini hatte Pech: Ein früher Sturz kostete ihn ein Ersatzrad und er verpasste Q2 als 11. nur knapp. Marini und sein Team arbeiten an der Einstellung der Bremspunkte und der Feinabstimmung, um sich am Samstag zu verbessern.

Herausragend: Aprilia, Yamaha, Ducati und KTM

Aprilia verzeichnete einen positiven ersten Teil des Tages. Marco Bezzecchi fuhr auf P4 und direkt ins Q2. Lorenzo Savadori, der Jorge Martín vertrat, arbeitete an der Entwicklung der RS-GP25 und landete weiter hinten.

Bei Monster Energy Yamaha verlief der Tag schwieriger. Fabio Quartararo und Álex Rins kamen als 13. bzw. 18. ins Q1. Plötzlicher Regen erschwerte Zeitattacken und begrenzte die Möglichkeiten, eine saubere schnelle Runde zu fahren.

Ducati machte sich mit Francesco Bagnaia auf P2 bemerkbar; ein solides Zeitfahren im Training brachte ihm einen Platz im Q2 ein. Neuzugang Nicolò Bulega gab sein MotoGP-Debüt und sammelte viele Runden, um Erfahrung zu sammeln.

Pol Espargaró schaffte es für Red Bull KTM Tech3 mit einem ordentlichen neunten Platz ins Q2. Enea Bastianini kämpfte mit den wechselnden Bedingungen und ist nach P19 in Q1.

Sonstige Anmerkungen

  • Johann Zarco zeigte Stärke und sicherte sich P6 und einen direkten Platz im Q2.
  • Somkiat Chantra machte im FP1 einen bemerkenswerten Wheelie und arbeitete den Rest des Tages an verschiedenen Setups (P20).
  • Prima Pramac Yamaha hatte einen schwierigen Nachmittag, an dem Jack Miller und Miguel Oliveira den Tag außerhalb der Top 10 beendeten.
  • Der Sprint über 12 Runden ist am Samstag um 15:00 Uhr Ortszeit angesetzt; FP2 und Qualifying folgen am Vormittag.

Zusammenfassung: Portimão lieferte eine Mischung aus Bestätigungen und Überraschungen. Einige Favoriten zeigten sofort, dass sie um die vorderen Plätze kämpfen können, während andere durch das Wetter und kleinere Fehler in Q1 zurückgeworfen wurden. Die wirklichen Antworten werden am Samstag im FP2, Q1/Q2 und im Sprint folgen.

Piastri über seine Probleme in Austin und Mexiko

Zusammenfassung

Oscar Piastri hat seit Baku einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Wo er zuvor starke Leistungen gezeigt hatte, ließ sein Tempo in Austin und Mexiko nach. Sein Teamkollege Lando Norris hat in dieser Zeit Boden gutgemacht und führt die Meisterschaft an.

Was geschah

In Baku krachte Piastri hart in die Mauer. Beim Sprint in Austin kollidierte er dann mit Norris. In Mexiko kam er nicht über Platz fünf hinaus, während Norris dominierte. Piastri nannte seinen plötzlichen Mangel an Geschwindigkeit ein Rätsel.

Verschwörungstheorien und die Reaktion des Teams

Einige zeigten auf das Team und behaupteten, McLaren würde Norris bevorzugen. Piastri wies diese Anschuldigungen zurück. Er sagte, er respektiere die Prinzipien des Teams. McLaren lässt beiden Fahrern die Freiheit, um die Meisterschaft zu kämpfen.

Zak Brown, der CEO des Teams, hatte zuvor angedeutet, dass er lieber die Meisterschaft verlieren würde, als einen Fahrer zu bevorzugen. Piastri sagt, dass das Team ihn ermutigt, für sich selbst einzustehen und dass nichts Grundlegendes geändert werden muss.

Die wahre Ursache: Reifen und Fahrweise

Piastri unterzog sich einer gründlichen Selbstuntersuchung. Er führt viele seiner Probleme auf die Reifenwahl von Pirelli bei den letzten Rennen zurück. Die Reifenmischung hat dazu beigetragen, dass zwei weichere Mischungen und ein härterer Reifen zum Einsatz kamen. Diese Kombination erforderte ein anderes Fahrverhalten.

Austin und Mexiko hatten andere Anforderungen als frühere heiße, rutschige Rennen, so Piastri und das Team. Dort musste man ständig anders fahren. Das war neu und erforderte größere Anpassungen, als er sie in der bisherigen Saison vornehmen musste.

  • Reifenzusammensetzung: mehr weiche Reifen im Set-up.
  • Wetter und Streckenoberfläche: höhere Temperaturen und weniger Grip.
  • Fahrstil: adaptiver, kontinuierlicher und konsequenter.

Erfahrung und technische Faktoren

Piastri ist erst in seiner dritten Saison in der Formel 1. Er räumt ein, dass mangelnde Erfahrung eine Rolle spielen kann. Manchmal unterschätzt er, wie viel Anpassung bestimmte Strecken erfordern.

Offen bleibt auch die Frage nach unterschiedlichen Vorderradaufhängungen. Norris fährt schon seit einiger Zeit mit einer anderen Vorderradkonfiguration. Diese Änderung half ihm zu Beginn der Saison, das Lenkgefühl zu verbessern. Piastri schließt nicht aus, dass dies einen Einfluss haben könnte, hat aber noch keine schlüssigen Beweise dafür gefunden.

Mentalität: Verfolger versus Verfolgte

Piastri sagt, dass der mentale Wechsel vom Führenden zum Verfolger keine großen Auswirkungen hat. Der Punkteunterschied ist gering. Er will weiterhin die gleichen Risiken eingehen wie bisher. Sein Fokus liegt darauf, sich anzupassen und die richtigen Werkzeuge im Auto zu finden.

Der Aufstieg von Norris

Norris verbessert sich zusehends. Er arbeitet mehr an seiner Vorbereitung und seiner mentalen Einstellung. Nach Problemen zu Beginn der Saison hat er Maßnahmen ergriffen, um emotional stabiler zu werden. Er sagt selbst, dass die Fortschritte hauptsächlich auf harte Arbeit und ein gutes Team um ihn herum zurückzuführen sind.

Norris gibt auch zu, dass er manchmal ein wenig mehr Risiko eingeht, weil er jetzt weniger zu verlieren hat. Aber er betont, dass die Ergebnisse vor allem auf Arbeit und Verbesserung zurückzuführen sind, nicht nur auf eine andere Einstellung.

Was Piastri jetzt macht

Piastri sucht nach Antworten und passt seinen Fahrstil bei Bedarf an. Er will nicht zu viel anpassen und dadurch etwas verlieren, das vorher gut funktioniert hat. Er hat jetzt eine Orientierung, gibt aber zu, dass noch nicht alle Teile des Puzzles an ihrem Platz sind.

Sein Plan ist klar: verstehen, was das Auto und die Reifen verlangen, mit diesen Einstellungen üben und versuchen, so schnell wie möglich zu seinem alten Niveau zurückzukehren.

Abt wechselt: Tomczyk verlässt das Amt des Sportdirektors

Warum Tomczyk zurücktritt

Abt wechselt nach der schwächsten DTM-Saison des Teams: Martin Tomczyk ist nicht mehr für die DTM-Einsätze zuständig. Das Lamborghini-Debüt des ehemaligen Audi-Teams verlief enttäuschend. Mirko Bortolotti war mit Platz 14 der bestplatzierte Abt-Fahrer in der Meisterschaft.

Tomczyk selbst nannte private Gründe für seinen Rückzug. Nach dem Ende seiner Profikarriere Ende 2021 ist er direkt ins Management eingestiegen. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen, so Tomczyk, so dass seine Familie und andere private Projekte zu kurz gekommen seien. Dafür will er nun mehr Raum schaffen.

Dennoch bleibt Tomczyk vorerst involviert: Bis Ende Mai wird er den Einsatz von Abt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring leiten. Was danach mit ihm passiert, ist unklar; das Team schließt eine komplette Beendigung der Zusammenarbeit nicht aus.

Was sich bei Abbot ändert

Die Funktion des Sportdirektors wird wieder von Abbott-CEO Thomas Biermaier übernommen. Biermaier hatte diese Position inne, bevor Tomczyk im Jahr 2023 kam. Tomczyks Vertrag als Sportdirektor lief übrigens letzten Monat offiziell aus, aber aufgrund der Doppelbelastung in der ersten Saisonhälfte bat Abt ihn dennoch, ihn bis Mai 2026 weiter zu unterstützen.

Biermaier nimmt die Projekte DTM und 24-Stunden-Rennen wieder intensiver auf. Gleichzeitig zieht er sich aus dem Tagesgeschäft rund um die Formel E zurück. Diese Aufgaben werden nun von Fred Espinos und der operativen Leitung des von Mark Preston geführten Lola-Yamaha-Abt-Teams wahrgenommen.

Abt sagt, dass weitere Informationen zur Teamaufstellung und zu den Fahrern in Absprache mit Lamborghini Anfang 2026 folgen werden. Gerüchten aus dem Fahrerlager zufolge scheint es unwahrscheinlich, dass Mirko Bortolotti nach der enttäuschenden Saison bei Abt bleibt.

  • Grund für Tomczyks Weggang: mehr Zeit für Familie und private Projekte.
  • Tomczyk wird das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring noch bis Ende Mai 2026 leiten.
  • Thomas Biermaier übernimmt wieder die Rolle des Sportdirektors.
  • Das Formel-E-Geschäft läuft nun zentral über Fred Espinos und Mark Preston.
  • Weitere Neuigkeiten zu Fahrern und Teamaufstellung werden für Anfang 2026 erwartet.

Das Team steht vor einem klaren Neustart. Wie Abt die Lamborghini-Mannschaft für die nächste DTM-Saison gestaltet, bleibt eine der großen Fragen in den Winterberatungen.

Hamilton fordert Klarheit und Verantwortlichkeit von der FIA

Hamilton fordert Transparenz nach Zwischenfällen in Mexiko

Lewis Hamilton sagt, die FIA müsse mehr Klarheit über ihre Entscheidungen schaffen. Er reagierte damit auf die Aufregung rund um den Start des Großen Preises von Mexiko. Viele Fahrer waren überrascht, dass mehrere Fahrer nicht bestraft wurden, nachdem sie einen Teil der ersten Kurvenserie auf dem Gras gefahren waren.

Wer war daran beteiligt?

Zu den Fahrern, die auf sich aufmerksam machten, gehörten Charles Leclerc (Ferrari), Max Verstappen (Red Bull) und Kimi Antonelli (Mercedes). Sie schnitten die erste Kurvenkombination ab und fügten sich dann wieder ein. Einige dachten, dass sie dadurch einen Vorteil hatten. Doch nicht immer folgten Strafen.

Hamilton hat eine Strafe erhalten

Hamilton selbst erhielt im weiteren Verlauf des Rennens eine 10-Sekunden-Strafe. Der Grund dafür war, dass er bei einem Kampf mit Verstappen in Kurve 4 durch das Gras fuhr. Das geschah kurz nachdem Verstappen das Gleiche in Kurve 2 getan hatte. Hamilton sagt, er verstehe nicht, warum die Strafen so unterschiedlich sind.

Seine Kritik an der FIA

Er sagt, dass es wenig Klarheit darüber gibt, warum Entscheidungen getroffen werden. Er führt einen Mangel an Transparenz und Rechenschaftspflicht an. Er beschwert sich auch über die geschlossene Art und Weise, in der einige Entscheidungen getroffen werden. Dies müsse sich ändern, so Hamilton. Schließlich kann das Ergebnis solcher Entscheidungen Rennen oder sogar Meisterschaften verändern.

Andere Reaktionen aus der Praxis

George Russell sagte, er sei sehr überrascht, dass einige Fahrer ohne Strafe davonkamen. Er war vor allem der Meinung, dass die Kurvenkombination problematisch war. Seiner Meinung nach gibt es in den Kurven 2 und 3 nur eine einzige Rennlinie. Das macht das Rennen dort schwierig. Er schlug vor, die Kurvenkombination grundlegend zu ändern. Er sagte, er habe dies bereits kurz vor dem Rennwochenende besprochen.

Fernando Alonso war ebenfalls verärgert. Er sagte, wenn sich die Strecke nicht ändere, werde er nächstes Jahr vielleicht gar nicht die erste Kurve nehmen. Er verwies auf eine ähnliche Situation in Sotschi im Jahr 2021 und erwähnte auch Ste Devote in Monaco als Beispiel für einen Ort, an dem alle im selben Boot sitzen.

Weiteres Problem laut Hamilton

Hamilton wies auf frühere Fälle hin, in denen FIA-Entscheidungen einen großen Einfluss hatten. Er erwähnte den umstrittenen Ausgang des Titelkampfes in Abu Dhabi 2021 und die Handlungen des damaligen Renndirektors Michael Masi. Sein Punkt: Die FIA und ihre Entscheidungsträger wägen Karrieren und Meisterschaften ab. Deshalb ist eine klare Rechenschaftspflicht wichtig.

Was muss getan werden?

  • Klare und vorhersehbare Regeln für die Streckenbegrenzung am Anfang.
  • Transparentere Kommunikation über Strafmaßnahmen und Entscheidungen.
  • Schnelle Einschätzung, ob die mexikanische Wendekombination angepasst werden muss.
  • Konsequente Anwendung von Strafen durch die Spieloffiziellen.

Die Meinungen im F1-Feld sind eindeutig. Viele Fahrer wünschen sich schnelle Verbesserungen. Ohne mehr Klarheit wird die Unzufriedenheit bleiben. Und mit wachsenden Zweifeln an Entscheidungen stehen Endergebnisse und Meisterschaften auf dem Spiel.

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