Ein hartes Jahr für Abt und Bortolotti

Mirko Bortolotti blickt auf eine schwierige DTM-Saison 2025 zurück. Als Titelverteidiger verlief sie nicht wie erwartet. Er sagt, dass Abt in diesem Jahr wahrscheinlich mehr gelernt hat als je zuvor, aber die Ergebnisse waren nicht positiv. Ob das reichen wird, um bald wieder an der Spitze zu stehen, wagt er nicht zu sagen. Bortolotti deutet auch an, dass er selbst noch nicht sicher ist, ob er nächste Saison für Abt fahren wird. Für ihn liegt es in erster Linie an der Mannschaft, sich zu erholen.

Warum der Rückstand wuchs

Das Defizit von Abt ist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. SSR stieg als Partner aus, woraufhin Abt mit einem neuen Team begann. Das Team musste von Audi zu Lamborghini wechseln und begann praktisch bei Null. Es blieb wenig Zeit für die Vorbereitung auf das erste Rennwochenende. Außerdem spielt die Testbeschränkung in der DTM eine Rolle: Mit nur vier bis fünf Testtagen pro Saison ist es schwierig, während des Jahres große Fortschritte zu machen.

Die Teilnehmer sammelten zusätzliche Erfahrungen in anderen Meisterschaften. Teams, die den Lamborghini Huracan bereits seit einiger Zeit einsetzen, fuhren unter anderem in der GT World Challenge Europe, wo der DHG-Reifen von Pirelli verwendet wurde und die Reifen beheizt werden dürfen. Diese zusätzlichen Kilometer verschafften ihnen einen Vorteil. Abt hingegen war mit Michelin vor allem auf der Nürburgring-Nordschleife aktiv, die für viele DTM-Strecken wenig direkte Anhaltspunkte bietet.

Ausblick auf das Jahr 2026

Für 2026 gibt es Gründe für vorsichtigen Optimismus, aber auch neue Herausforderungen. Pirelli wird dann einen DTM-spezifischen Reifen liefern, was den GT-Programmen teilweise die Testvorteile nehmen könnte. Außerdem bringt Lamborghini mit dem Temerario GT3 ein neues Modell in die DTM, was viele Teams dazu veranlasst, die Entwicklung neu zu beginnen.

Doch die Ungewissheit bleibt. Wenn der neue Lamborghini nicht auf der Nürburgring-Nordschleife auftaucht, könnte Abt wieder hinter Teams zurückfallen, die dort viele relevante Daten sammeln. Für 2026 erfährt das Team auch organisatorische Veränderungen: Thomas Biermaier wird die Leitung übernehmen und Martin Tomczyk ablösen.

  • Hauptursachen für 2025: Teamwechsel, geringe Vorbereitung und Testbeschränkungen.
  • Die Wettbewerber verwendeten GT-Programme, um zusätzliche Daten zu sammeln.
  • Das Jahr 2026 bietet neue Chancen: DTM-Reifen von Pirelli und den Temerario GT3, aber auch neue Ungewissheiten.

Kurzum: Abt hat viel gelernt, aber ob es für eine baldige Rückkehr reicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Für Bortolotti selbst ist die Aussicht auf eine Fortsetzung bei Abt noch nicht klar.

de_DEDE