Kaltstart, nasse Fahrbahn
Der erste MotoGP-Test des Jahres 2026 in Valencia begann erst später am Tag. Der Regen in der Nacht und die niedrigen Temperaturen machten den Asphalt rutschig, so dass die Strecke erst abtrocknen musste. Die Kurvenarbeiter verbrachten viel Zeit damit, die Linien frei zu bekommen. Über tausend Zuschauer sahen schließlich die erste Action.
Aero-Experimente und die neue Yamaha V4
Viele Teams nutzten den Test, um neue Aerodynamikpakete auszuprobieren. Yamaha setzte die neue YZR-M1 mit V4-Antrieb auf breiter Front ein; die neuen Maschinen standen allen Fahrern zur Verfügung. KTM und Aprilia testeten auffällige, einzigartige Karosserieteile, darunter große Abdeckungen um das Vorderrad, die Bremssattel und Bremsscheibe teilweise verdecken und den Luftstrom hinter der Untergabel verbessern sollen.
Raul Fernandez holte sich die schnellste Zeit des Tages. Marco Bezzecchi war mit dem neuen Frontflügel der Aprilia RS-GP dicht dran und wurde Zweiter. Alex Marquez probierte verschiedene Bodywork-Kombinationen aus und wurde Dritter, nur 0,084 Sekunden hinter Fernandez.
- Raul Fernandez - Schnellster des Tests
- Marco Bezzecchi - Zweiter, mit neuem Frontflügeldesign
- Alex Marquez - Dritter, experimentiert mit Karosseriearbeiten
- Maverick Viñales - Sechster, um 0,247 Sekunden
- Joan Mir - schnellste Honda, 12.
- Toprak Razgatlıoğlu - Siebzehnter/Achtzehnter bei seinem offiziellen MotoGP-Debüt, 1,294 Sekunden zurück
- Diogo Moreira - 21., 1,824 Sekunden zurück
Neulinge und Kilometerfresser
Die Neulinge taten genau das, was sie tun mussten: Runden drehen und sich an die MotoGP-Maschine gewöhnen. Toprak Razgatlıoğlu fuhr 53 Runden, während Diogo Moreira 57 Runden schaffte. Beide Fahrer konzentrierten sich eher auf die Konstanz und das grundlegende Setup als auf die ultimativen Rundenzeiten.
Was sagt dieser Test voraus?
Es ist noch früh in der Saison, aber der Fokus liegt eindeutig auf der Aerodynamik und der Integration der neuen Yamaha V4. Die Teams sammeln Daten und probieren Teile aus, die in den kommenden Rennen einen Unterschied machen können. Der Test in Valencia gab einen besonderen Einblick in die Entwicklungsrichtung und wie viel Arbeit noch zu tun ist, bevor der echte Kampf beginnt.