IMSA-Test in Daytona: vier neue GT3-Autos
Beim offiziellen IMSA-Test in Daytona am vergangenen Wochenende kamen vier neue oder stark modifizierte GT3-Fahrzeuge zum Einsatz. Diese Modelle sollen auch in der DTM im Jahr 2026 antreten. Die IMSA verlangte Daten zur Balance of Performance (BoP) und forderte die Hersteller auf, ihre neuen Autos und Updates öffentlich zu testen. Dies war im Hinblick auf den frühen Saisonstart in Daytona notwendig.
Lamborghini Temerario: neues Kapitel nach einem Jahrzehnt
Lamborghini hat mit dem Temerario GT3 ein völlig neues Modell vorgestellt, das den Huracan nach einem Jahrzehnt ablöst. Erstmals komplett in Eigenregie entwickelt, erschien der Wagen beim Test in den Händen des Pfaff Teams. Vorherige Tests waren abgeschirmt gewesen, Daytona war der erste öffentliche Auftritt.
Entwicklungsfahrer Andrea Caldarelli lobte die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des Autos. Während der laufenden Testtage in Le Castellet traten keine größeren Kinderkrankheiten auf. Laut Caldarelli liegt unter der neuen Konstruktion ein solides Fundament: Der Turbomotor sei leichter abzustimmen als der bisherige atmosphärische Motor, und das Auto verlange ein etwas anderes, weniger körperlich anstrengendes Lenkverhalten.
Die Testprogramme gehen weiter: In Sebring sind Sessions geplant. Die Rennpremiere des Temerario ist für März geplant, aber beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona wird Lamborghini vorerst weiterhin den Huracan fahren.
Andere Aktualisierungen: Ford, Ferrari und Porsche
Neben Lamborghini kamen drei Fahrzeuge mit neuen Evo-Paketen zum Einsatz: der Ford Mustang GT3 update, der Ferrari 296 GT3 und der Porsche 911 GT3 R. Diese Updates dienen der Feinabstimmung der Fahrzeuge, bevor die FIA-Homologation endgültig eingefroren wird.
Was den Mustang betrifft, so sagte Werksfahrer Mike Rockenfeller, dass das Update noch nicht endgültig ist: Es gibt noch keine endgültige Homologation und es werden noch kleinere Anpassungen getestet. Er stellt Verbesserungen bei den Bremsen fest, meldet aber auch etwas mehr Luftwiderstand. Die Wirksamkeit der Änderungen kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
- Vier neue/modifizierte GT3-Fahrzeuge beim IMSA-Test in Daytona
- Lamborghini Temerario ersetzt Huracan und ist turboaufgeladen
- Pfaff-Team testet den neuen Lamborghini in der IMSA
- Ford Mustang GT3 Update noch nicht endgültig; Bremsen verbessert, aber mehr Widerstand
- Ferrari 296 GT3 und Porsche 911 GT3 R erschienen mit Evo-Paketen
Alle beteiligten Marken befinden sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Die FIA-Homologation steht kurz bevor, danach werden die Konfigurationen eingefroren. Damit werden die kommenden Tests entscheidend dafür sein, wie die Autos in der nächsten Saison in der DTM abschneiden.