Was für Oscar Piastri in Interlagos schief lief

Oscar Piastri hatte ein hartes Wochenende in Brasilien. Sein Sturz im Sprint und seine 10-Sekunden-Strafe im Rennen machten die Sache noch schlimmer. Diese Strafe folgte auf eine Kollision mit Kimi Antonelli beim frühen Neustart. Doch auch ohne diese Zwischenfälle schien Piastri nicht in der Lage zu sein, seinen Teamkollegen Lando Norris zu überholen. Norris holte sowohl die Pole als auch den Sieg.

Geschwindigkeit nach Sprint geändert

Am Freitag war Piastri noch schnell. Dann ließ das Tempo nach. Im Sprint war er konkurrenzfähig und kämpfte um den zweiten Platz. Der Sturz beendete diesen Kampf. Im weiteren Verlauf des Wochenendes beklagte er sich über ein ungewöhnliches Verhalten der Reifen. Seiner Meinung nach fühlte sich der weiche Reifen fast nicht besser an als der Medium-Reifen. Der Grip war einfach nicht richtig da.

Neue Entwässerungsrillen auf der Rennstrecke

Die Organisatoren ließen an mehreren Stellen der Strecke Rillen in den Asphalt schneiden. Dies geschah, um das Wasser nach den Problemen im letzten Jahr besser abzuleiten. Die Rillen befanden sich nicht nur auf den Geraden, sondern auch an Stellen, an denen die Reifen Grip brauchen. Das ist ungewöhnlich für diese Art von Modifikation.

Die Rillen hatten zwei wesentliche Auswirkungen. Erstens berühren die Reifen die Fahrbahn nicht mehr so gut. Die Aufstandsfläche wurde kleiner. Das führte zu mehr Schlupf und schnellerer Abnutzung. Zweitens stellten sie die Teams vor neue Abstimmungsprobleme. Die Unterseite des Autos wurde empfindlicher für Schwingungen über die Rillen.

Die Fahrzeughöhe war entscheidend

Moderne Formel-1-Autos erhalten eine Menge Geschwindigkeit durch den Luftstrom unter dem Auto. Ein gleichmäßiger Luftstrom und eine niedrige Fahrhöhe tragen dazu bei. Rillen beeinträchtigten diese Stabilität. Wenn ein Auto über eine Kante rollte, beschleunigte sich die Abnutzung der Platte unter dem Auto. Bei einigen Teams war die Abnutzung so groß, dass eine Disqualifikation für eine ganze Renndistanz drohte.

Um Risiken zu vermeiden, mussten die Teams manchmal die Fahrhöhe erhöhen. Das verringert den Anpressdruck. Weniger Anpressdruck bedeutet weniger Grip. McLaren entschied sich nach dem Sprint vorsichtshalber für eine Anhebung der Fahrzeughöhe. Das ging aber auf Kosten der Leistung. Andrea Stella sagte, dass Interlagos sehr empfindlich auf die Fahrzeughöhe reagiert und dass diese Strecke unter diesen Bedingungen anormal ist.

Konsequenzen für Piastri und die Meisterschaft

All diese kleinen Nachteile ließen Piastri weiter zurückfallen. Die Kombination aus Reifenproblemen und weniger Abtrieb kam seinem Fahrstil nicht entgegen. Lando Norris scheint mit einem rutschenden Auto besser zurechtzukommen. Davon hat er in Brasilien profitiert. Nach dem Rennwochenende liegt Piastri bei noch drei ausstehenden Rennen 24 Punkte hinter Norris.

  • Rillen verringern den Reifenkontakt und erhöhen den Verschleiß.
  • Rillen verursachen Unregelmäßigkeiten im Unterlauf und Verschleiß der Planken.
  • Höhere Fahrzeughöhen bringen weniger Abtrieb und damit weniger Grip.

Piastri räumt ein, dass er lernen muss, sich anzupassen. Sein Fahrstil vom Anfang der Saison hat gut funktioniert. Jetzt muss er mehr Abwechslung in seinen Ansatz bringen. Er hofft, dass ihm die amerikanische Rennstrecke in Las Vegas wieder besser liegt und er dort sein Vertrauen zurückgewinnen kann.

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