Was in Las Vegas geschah

McLaren hat nach dem Grand Prix von Las Vegas eine Erklärung abgegeben. Beide Autos des Teams wurden disqualifiziert. Die Platte unter dem Boden wies zu starken Verschleiß auf. Dadurch wurden Lando Norris und Oscar Piastri nicht in die Wertung aufgenommen.

Auf dem Papier belegte Norris den zweiten Platz und Piastri den vierten. Durch die Disqualifikation verlor Norris die sechs Punkte, die er auf Piastri hätte gutmachen können. Dadurch konnte Max Verstappen im Kampf um den zweiten Platz mit Piastri gleichziehen. Der Vorsprung von Norris auf Verstappen schrumpfte von 42 auf 24 Punkte.

Hauptursache: Porpoising und ein defekter Sensor

McLaren sagt, dass aerodynamische Schwingungen, auch bekannt als Porpoising, zu vorzeitigem Verschleiß der Platte geführt haben. Diese vertikalen Schwingungen waren größer als erwartet. Die Teams hatten in Vegas nur wenig Zeit für Trockentraining. Daher hatte McLaren dieses Ausmaß an Porpoising nicht vorhergesehen.

Außerdem verlor McLaren einen Sensor an Piastris Auto. Dieser Sensor misst, wie nah das Auto dem Asphalt kommt. Ohne diese Daten konnte das Team die Bewegungen von Piastris Auto nicht richtig verfolgen. Bei Norris funktionierte die Telemetrie noch, was die Überwachung erleichterte.

Aktionen während des Rennens

Das Team bemerkte bereits in den ersten Runden, dass dies ein Problem werden würde. Norris fuhr später im Rennen deutlich weniger Gas und ließ das Auto rollen. Er versuchte so, weniger stark über die Platte zu schrammen. Diese Maßnahme funktionierte manchmal, aber nicht überall.

McLaren sagt, dass das Abbremsen der Geschwindigkeit in einigen Kurven hilfreich war, an anderen Stellen jedoch kontraproduktiv. Die Kombination aus dem Arbeitsbereich des Autos und den Eigenschaften der Rennstrecke machte viele Manöver unwirksam.

Was McLaren bereits getan hatte und was unklar bleibt

McLaren behauptet, dass es mit der Fahrhöhe kein übermäßiges Risiko eingegangen sei. Für die Qualifikation und das Rennen fügte das Team sogar einen zusätzlichen Spielraum gegenüber den Einstellungen im freien Training hinzu. Dieser Spielraum wurde jedoch durch unerwartete, starke vertikale Schwingungen zunichte gemacht.

Warum McLaren gerade in Vegas so große Probleme hatte, ist noch nicht ganz klar. Straßenkurse sind von Natur aus holpriger. Das macht den Verschleiß der Planken empfindlicher. Dennoch wurden bei anderen Teams keine Verstöße festgestellt, auch nicht bei den Fahrzeugen aus den Top Ten. McLaren untersucht weiterhin, was genau der Auslöser war.

  • Der Sensor an Piastris Auto fiel aus, wodurch die Telemetrie unvollständig war.
  • Porpoising verursachte hohen Verschleiß an den Planken.
  • Norris versuchte, die Geschwindigkeit zu verringern, um den Schaden zu begrenzen.
  • Andere Teams wurden nicht disqualifiziert.

Auswirkungen auf die Meisterschaft und die Teampolitik

Die doppelte Disqualifikation hat direkte Auswirkungen auf die Meisterschaft. Verstappen profitierte davon und rückt näher an Norris heran. Piastri verlor in praktischer Hinsicht ebenfalls, da beide Autos zurückgestuft wurden.

Es stellt sich die Frage, ob McLaren künftig entscheiden muss, welchen Fahrer das Team schützt, wenn beide Fahrer im Titelkampf bleiben. Teamchef Andrea Stella sagte, dass es dafür keinen Grund gebe, solange die Zahlen dies nicht erfordern. Die Fahrer dürfen laut dem Team in Katar frei fahren.

Blick nach vorn: Katar und Lehren für Woking

Das Rennen in Katar auf Lusail ist eine ganz andere Rennstrecke als Vegas. McLaren erwartet daher keine Wiederholung des gleichen Problems. Dennoch lieferte die Situation nützliche Informationen über den Arbeitsbereich des Autos und das Porpoising-Verhalten.

Stella lobte das technische Team in Woking für seine schnelle Reaktion und Untersuchung. McLaren will die neuen Erkenntnisse nutzen, um ähnliche Überraschungen in Zukunft zu vermeiden.

Zusammengefasst: Eine Sensorstörung an Piastris Wagen verhinderte eine korrekte Überwachung. Große vertikale Schwingungen verursachten unvorhergesehenen Verschleiß an den Planken. Dies führte zu zwei Disqualifikationen und veränderte die Meisterschaftswertung.

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