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Ford und HRT werden im Jahr 2026 eine Evo-Version des Mustang GT3 bringen. Das Team will das Paket nutzen, um die Leistung nach seinem Debütjahr zu verbessern. HRT-Teamchef Ulrich Fritz sagt, dass das Team noch nicht sein volles Potenzial erreicht hat und hofft, dass der Evo das ändern wird.

Was hat sich auf der Vorderseite geändert?

Der größte Eingriff scheint sich auf die Front zu konzentrieren. Der Mustang hat einen Front-Mittelmotor mit einem großen V8. Dadurch scheint das Auto zu wenig Abtrieb an der Vorderachse zu erzeugen. Auf den Aufnahmen von Testtagen ist vor jedem Vorderrad eine kleine Klappe zu sehen. Diese Klappen sollen zusätzlichen Anpressdruck erzeugen.

Bei früheren Tests auf der Nürburgring-Nordschleife waren diese Klappen bereits zu sehen. Das deutet darauf hin, dass Ford und HRT schon seit einiger Zeit an einer Lösung gearbeitet haben. Bisher wurde die Belüftung des vorderen Radkastens über drei Lamellen an der Oberkante des Flügels gewährleistet. Diese Anordnung scheint nicht optimal zu sein und ist vermutlich der Grund für das Update.

Darüber hinaus wurden neue Felgen entwickelt, die die Luft aus dem Radkasten ableiten. Dieser Unterdruck kann für zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse sorgen. Außerdem berichtet Multimatic-Ingenieur Lewis Jones, dass das Ergebnis aller Modifikationen auf ein ‘optimiertes Auto’ hinausläuft. Ford-Ingenieur Alex Allmandinger sagt, dass Daten aus mehreren Jahren in das Evo-Paket eingeflossen sind.

  • Neue Flaps vor den Vorderrädern für zusätzlichen Abtrieb
  • Modifizierte Felgen, die die Luft aus dem Radkasten ableiten
  • Überarbeitung der Radkastenbelüftung anstelle von Jalousien

Was bedeutet das für die DTM-Leistung?

Das Ziel des Evo-Pakets ist nicht nur mehr Grip an der Vorderachse, sondern auch weniger Reifenverschleiß. Der Reifenverschleiß war beim Mustang ein großes Problem. Auch an den Bremsen, die Insidern zufolge eine Schwachstelle darstellen, wird herumgebastelt. Wenn sich diese Punkte verbessern, sollten die Rundenzeiten und Qualifikationsergebnisse davon profitieren.

In der Ford-Premiership-Saison landete HRT mit Arjun Maini und Fabio Scherer oft im hinteren Mittelfeld. Das Qualifying brachte wenig Schwung, und das machte es schwierig, nach vorne zu fahren. Höhepunkte waren zwei fünfte Plätze von Maini auf dem Norisring und in Spielberg. In Österreich schien das Potenzial für einen Podiumsplatz vorhanden zu sein, aber ein schlecht ausgeführter Boxenstopp am Samstag und eine defekte Antriebswelle am Sonntag machten diese Chancen zunichte.

Ford hat kürzlich in den USA ein Testvideo mit einem grauen Mustang Evo veröffentlicht. Sowohl Ford als auch das Team halten sich mit vielen Details noch bedeckt, aber die sichtbaren Veränderungen und frühere Tests auf der Nordschleife zeigen, dass gezielt an den Schwächen des Mustang gearbeitet wird. Ob das im Jahr 2026 zum ersten Podium in der DTM führt, wird sich in der Praxis zeigen.

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