Vom Testfahrer zum Rennfahrer
Ryo Hirakawa ist in dieser Saison als Test- und Reservefahrer bei Haas tätig. Er steht unter der Obhut von Toyota Gazoo Racing. Toyota nutzt die Partnerschaft mit Haas, um seine Fahrer und Ingenieure weiterzuentwickeln. Hirakawa hofft, dass seine Rolle bei Haas zu einem festen Platz in der Formel 1 führen wird.
Welche Erfahrungen hat Hirakawa bereits gesammelt?
Hirakawa ist 31 Jahre alt. Bevor er zu Haas kam, begann er das Jahr bei Alpine. Er fuhr das Freitagstraining in Japan für Alpine. Unmittelbar danach fuhr er in der darauffolgenden Woche das erste freie Training für Haas in Bahrain.
In diesem Jahr war er auch im FP1 in Spanien und in Mexiko im Einsatz. Außerdem testete er das ganze Jahr über mit einem 2023er Auto. Bei einem Test in Zandvoort wurde er in einen Unfall verwickelt. Seiner Meinung nach spielte ein technisches Problem eine Rolle.
Sportlicher Hintergrund
Hirakawa ist im Motorsport kein Unbekannter. Er ist Weltmeister in der Langstrecken-Weltmeisterschaft und Gewinner der 24 Stunden von Le Mans mit Toyota. Zuvor war er in japanischen Meisterschaften wie Super GT und Super Formula erfolgreich.
Wie stehen seine Chancen, einen Sitz zu bekommen?
Haas hat bereits zwei Fahrer für die nächste Saison unter Vertrag: Oliver Bearman und Esteban Ocon. Diese Verträge sind mehrjährig. Das macht den sofortigen Platz knapp.
Es ist beabsichtigt, dass Hirakawa auch im nächsten Jahr bei der Mannschaft bleibt. Das bedeutet, dass eine echte Chance auf eine volle Saison eher im Jahr 2027 besteht. Er würde dann 33 Jahre alt werden. Ein Debüt in diesem Alter würde ihn zu einem der älteren Neulinge in der F1 machen.
Wie kann er noch durchbrechen?
- Konstant gute Leistungen im freien Training und bei den Tests.
- Fortsetzung der Entwicklung gemäß dem Programm von Haas und Toyota.
- Unterstützung von Toyota bei der Ausweitung der Partnerschaft.
- Verfügbarkeit eines Platzes bei Haas oder einem anderen Rennstall.
Was sagt das Team dazu?
Haas-Teamchef Ayao Komatsu betont, dass das Team eng mit Hirakawa zusammenarbeitet. Es gibt ein Programm für dieses und nächstes Jahr. Komatsu bezeichnet ihn als professionell und weiß, dass er das große Ganze versteht. Das Team will sehen, wie er sich weiterentwickelt.
Vorteil der F1-Arbeit für andere Klassen
Hirakawa sagt, dass die Arbeit in der Formel 1 seine Leistung in der WEC verbessert. Kleine Anpassungen und Details, die in der Formel 1 gefunden wurden, helfen auch, das WEC-Auto zu verbessern. Er spürt Fortschritte bei seinem Fahrstil und bei der Herangehensweise des Teams.
Schlussfolgerung
Hirakawa macht deutliche Schritte in Richtung eines möglichen F1-Platzes. Der Weg dorthin ist jedoch nicht einfach. Er muss weiter Leistung bringen und auf die richtige Gelegenheit warten. Toyota und Haas bieten ihm Möglichkeiten. Ob diese Möglichkeiten zu einem dauerhaften Rennplatz führen, hängt von der Leistung, dem Timing und weiteren Möglichkeiten innerhalb des Teams ab.