Dez. 8, 2025 | DTM
Güven entscheidet sich für WEC und Le Mans
Es ist offiziell: Ayhancan Güven wird seinen DTM-Titel 2026 nicht verteidigen. In einer Mitteilung auf Instagram gab der Champion bekannt, dass er nächstes Jahr nicht mehr in der DTM fahren wird, sondern stattdessen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft an den Start gehen wird. Damit gibt er auch sein Debüt in Le Mans.
Güven, der kürzlich von Porsche zum Werksfahrer ernannt wurde, wird bei Manthey in der LMGT3-Klasse fahren. Er führt das Fahrertrio im zweiten Porsche 911 GT3 R Evo an; die Namen seiner Teamkollegen wird das Team voraussichtlich Mitte Dezember bekannt geben.
Grund für die Wahl und Auswirkungen auf DTM
Manthey teilte mit, dass er gerne mit Güven in der DTM weitergemacht hätte, dass sich der Fahrer und Porsche jedoch für das WEC-Programm entschieden hätten. Diese Entscheidung steht im Einklang mit Güven's Plänen, sich Ende 2026 auf den Wechsel zur Formel E zu konzentrieren. Die Saison 2026 ist für ihn ein Übergangsjahr, um sich auf diesen Schritt vorzubereiten.
Es gibt mehrere praktische Gründe dafür. Güven verfügt noch über wenig Formel-Erfahrung, obwohl er einen beeindruckenden Rookie-Test für die Formel E in Berlin absolviert hat. Außerdem benötigt er FIA-Lizenzpunkte für eine Formel-E-Lizenz. In der LMGT3-Klasse der WEC gibt es mehr Punkte zu holen als in der DTM, was die Entscheidung logisch macht. Außerdem kann er in der WEC Erfahrungen im Langstreckenrennsport sammeln und wird wahrscheinlich weiterhin an Klassikern wie dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilnehmen.
Es gibt Gerüchte, dass die Porsche-Organisation diesen Wechsel mitinitiiert hat, unter anderem, um Güven optimal auf die Elektroklasse vorzubereiten. Manthey bestätigte, dass sie sich über seinen Wechsel zur WEC freuen und gemeinsam den nächsten Schritt gehen wollen.
Für die DTM bedeutet Güvens Weggang, dass Manthey einen Ersatz sucht. Es wird erwartet, dass Ricardo Feller seinen Platz einnehmen wird.
Rückblick auf Güvens DTM-Karriere
Güven blickt mit gemischten Gefühlen auf seine Zeit in der DTM zurück. Sein Debüt gab er 2022 auf dem Norisring, wo er über die Red-Bull-Verbindung bei AF Corse für Nick Cassidy einsprang und mit einem dritten Startplatz sofort Eindruck hinterließ. Diese Chance führte zu einem festen Platz und schließlich zu drei starken Jahren, die in der Meisterschaft gipfelten.
Er beschreibt den Abschied als keine leichte Entscheidung, denkt aber auch über das nach, was er erreicht hat: vom Ersatzfahrer zum DTM-Champion und nun einen Schritt weiter in Richtung einer internationalen Langstreckenkarriere und der Formel E.
- Güven verteidigt DTM-Titel 2026 nicht
- Er fährt 2026 in der FIA WEC, Klasse LMGT3.
- Le Mans-Debüt steht auf dem Programm
- Manthey gibt Mitte Dezember seine Teamkollegen bekannt
- Überlegungen: Vorbereitung Formel E, FIA-Lizenzpunkte, mehr WEC-Punkte
- Wahrscheinlicher Nachfolger bei Manthey in der DTM: Ricardo Feller
Dez. 6, 2025 | DTM
Test in Le Castellet
Der erste Test mit den speziell für die DTM entwickelten Pirelli-Reifen verlief nicht wie geplant. Während des zweitägigen Tests am 26. und 27. November in Le Castellet testeten sieben Hersteller zwei Prototyp-Reifen. Schnell kam es zu großer Unruhe unter den Teams.
Das Kernproblem war starker Verschleiß und sogenanntes Graining. Mercedes-AMG-Fahrer mussten ihre Longruns nach etwa acht Runden abbrechen, weil die Reifen unbrauchbar wurden. Auch andere Marken, darunter das Emil-Frey-Ferrari-Team, beobachteten denselben Trend.
Bei einigen Autos nahmen die Rundenzeiten in kurzen Serien stark ab: Ein Ferrari verlor in einem Lauf bis zu acht Sekunden in neun Runden, ein anderer Lauf zeigte einen Verlust von vier Sekunden in zehn Runden. Bei einigen Reifen riss die Oberfläche aufgrund von Überhitzung.
Dez. 1, 2025 | DTM
Porsche bestätigt Plan für Ayhancan Güven
Porsche hat offiziell bekannt gegeben, dass Ayhancan Güven Teil des Formel-E-Werksprogramms werden soll. Während der Nacht der Champions in Weissach erklärte die Marke, dass Güven nach seiner Beförderung zum Werksfahrer auf den Wechsel zur Formel E vorbereitet werde. Porsche spricht von einem klaren Plan und einer Vision, ihn langfristig in der Elektro-Serie fahren zu lassen.
Güven beeindruckte in der vergangenen Saison als DTM-Meister und erhielt daraufhin am 14. Juli 2025 in Berlin einen Rookie-Test in einem Formel-E-Boliden. Ohne nennenswerte Erfahrung in Formel-Fahrzeugen lieferte er eine bemerkenswerte Leistung und fuhr Geschwindigkeiten, die sich durchaus mit denen von Fahrern aus Formel-Klassen messen konnten.
Warum 2026 ein Übergangsjahr wird
Es scheint so gut wie sicher, dass Güven seinen DTM-Titel 2026 nicht verteidigen wird. Porsche will ihn auf die Gen4-Ära der Formel E vorbereiten und hat in seiner Kommunikation einen Einstieg im Jahr 2027 ins Auge gefasst, aber es gibt Hinweise darauf, dass er bereits Ende 2026 dabei sein könnte, wenn Porsche ein zweites Werksteam einsetzt.
Um technisch und regulatorisch gut vorbereitet zu sein, plant Porsche ein Zwischenjahr für Güven in der Langstrecken-WM (WEC). Diese Entscheidung ist zum Teil auf das Auslaufen des Iron Dames-Projekts nach finanziellen Problemen bei DC Racing zurückzuführen. Manthey nutzt daher das frei gewordene Auto und sucht noch Fahrer, wodurch ein Platz für Güven in der LMGT3-Klasse frei wird.
Für Güven ist ein Jahr in der WEC sinnvoll: Es verschafft ihm Rennerfahrung, passt zum Vorbereitungsprogramm von Porsche und hilft ihm, die erforderlichen FIA-Lizenzpunkte für die Formel E zu sammeln.
- Vorbereitung: Porsche will Güven trainieren und für die Formel E (Gen4-Periode) fit machen.
- Übergang: 2026 scheint ein Übergangsjahr zu sein, in dem neben den Vorbereitungen für die Formel E auch der Einsatz in der WEC im Vordergrund steht.
- Sitz: Manthey setzt aufgrund des Ausfalls von Iron Dames (DC Racing) einen zusätzlichen Porsche ein.
FIA-Lizenzpunkte und der Weg zur Formel E
Ein wichtiger Grund für das WEC-Jahr ist die Anforderung der FIA für den Zugang zur Formel E. Für die E-Lizenz sind 15 Lizenzpunkte innerhalb von drei Jahren erforderlich, plus mindestens 100 km, die während eines offiziellen Trainings oder Tests in einem aktuellen Formel-E-Fahrzeug gefahren wurden. Die DTM-Meisterschaft brachte Güven in der vergangenen Saison sechs Punkte ein; ein LMGT3-Titel würde 12 Punkte und ein zweiter Platz 10 Punkte einbringen. Güven steht daher vor einer entscheidenden Saison, um genügend Punkte zu sammeln.
Darüber hinaus hat Güven keinen klassischen Formel-Hintergrund. Nach dem Kartfahren legte er eine fünfjährige Karrierepause ein und arbeitete sich später über die Porsche-Klassen nach oben. Das macht seine schnelle Anpassung beim Formel-E-Rookie-Test umso bemerkenswerter und erklärt, warum Porsche bereit ist, einen abweichenden, geplanten Weg einzuschlagen.
Praktisch bedeutet dies, dass Güven ein Übergangsjahr erhält, in dem Erfahrung, Lizenzanforderungen und Porsches Zeitplan für die Gen4-Periode zusammenkommen. Ob und wann genau der Schritt zum vollständigen Formel-E-Programm erfolgt, hängt von diesen Schritten und der Entwicklung innerhalb von Porsche ab.
29. November 2025 | DTM
Manthey begrenzt Einsatz: zwei 911 GT3 R im Jahr 2026
Manthey wird 2026 nicht mehr wie 2025 mit drei Fahrzeugen in der DTM antreten. Beim Saisonfinale der WEC in Bahrain machte Chefmechaniker Patrick Arkenau deutlich, dass das Team zwei 911 GT3 R mit dem neuen Evo-Paket anmelden wird. Das ist eine deutliche Verkleinerung des Programms.
Manthey bleibt ein Kundenteam von Porsche. Das bedeutet, dass das Team zwar Präferenzen äußern kann, aber letztendlich Porsche entscheidet, welche Fahrer zugeteilt werden. Arkenau äußerte sich positiv über das Niveau der Aufstellung: Er geht davon aus, dass die Kombination mindestens genauso stark sein wird wie in den Vorjahren.
Wer fährt 2026? Preining nah dran, Feller aussichtsreicher Kandidat
Thomas Preining scheint sich seines Platzes bei Manthey im Jahr 2026 sicher zu sein. Der Österreicher gilt als einer der besten DTM-Piloten und bleibt eine feste Größe im Porsche-Programm. Preining wird auch für Langstreckenrennen in der IMSA genannt, aber vorerst ist sein DTM-Platz bei Manthey wahrscheinlich.
Als möglicher Teamkollege von Preining wird vor allem Ricardo Feller genannt. Der 25-jährige Porsche-Fahrer Feller fuhr kürzlich bereits für Manthey beim Pirelli-Test in Le Castellet; Preining war dort am Donnerstag der andere Fahrer. Laut einem Sprecher von Manthey wurden beide Fahrer von Porsche für diesen Test ausgewählt, und die endgültige DTM-Aufstellung für 2026 ist noch nicht offiziell bestätigt.
- Manthey meldet zwei 911 GT3 R Evo für 2026 an.
- Thomas Preining scheint weiterhin für Manthey zu fahren.
- Ricardo Feller testete für Manthey und wird als möglicher Teamkollege genannt.
- Die endgültige Fahreraufstellung wird von Porsche festgelegt.
Güven in Richtung anderer Wege; Land-Team und die Kosten des Evo
Champion Ayhancan Güven fehlt beim Pirelli-Test in Le Castellet und hat noch nichts über die Verteidigung seines DTM-Titels bestätigt. Nach Informationen aus Rennkreisen hat Porsche andere Pläne mit Güven. Er beeindruckte beim Formel-E-Rookie-Test und wird dort bereits als Kandidat genannt. Porsche hat außerdem ein zweites Werksteam für die Formel E für 2026/2027 angekündigt, wodurch Arbeitsplätze für junge Talente frei werden.
Für Güven könnte das bedeuten, dass das Jahr nach seinem DTM-Titel vor allem im Zeichen der Vorbereitung auf die Formel E steht, zumal er wenig Erfahrung im Formelsport hat. Das würde erklären, warum er in Le Castellet nicht dabei war.
Darüber hinaus herrscht Unklarheit über das Land-Team, das kürzlich von Audi zu Porsche gewechselt ist. Teamchef Christian Land sagt, dass er intensiv am Programm für 2026 arbeitet, aber die Kosten für den 911 GT3 R Evo sind ein wichtiger Faktor. Der Evo ist in der Anschaffung und im Betrieb teurer als der Audi, was die Finanzierung des Projekts unsicher macht. Ob das Team nach dem Debütjahr mit Feller und dem neuen Auto weitermachen kann, hängt also vor allem vom Budget ab.
Zusammengefasst: Manthey wird das DTM-Programm verkleinern und hat bereits mit potenziellen Fahrern getestet, aber Porsche behält die Kontrolle. Die endgültige Fahreraufstellung und das vollständige Teilnehmerfeld für 2026 werden erst bekannt gegeben, sobald Porsche seine Entscheidungen bekannt gegeben hat.
29. November 2025 | DTM
Wer hat getestet und warum?
Am Mittwoch und Donnerstag fand in Le Castellet ein zweitägiger Pirelli-Test statt. Die Hersteller wurden gebeten, ein Auto und maximal zwei Fahrer zu entsenden. Ziel: Bewertung der ersten Versionen des exklusiven DTM-Reifens für 2026.
Fast alle Marken der DTM nahmen teil, mit Ausnahme von Ford und Audi. Ford gab an, dass das Evo-Paket für den Mustang noch nicht verfügbar sei und der Lerneffekt begrenzt wäre. Audi wird aufgrund des Markenwechsels zu Porsche voraussichtlich nicht mehr in der DTM aktiv sein.
Welche Fahrer waren dabei?
Einige Teams hielten ihre Wahl geheim. Mercedes-AMG und Comtoyou wollten nicht zu viel verraten. Mercedes-Kundensportchef Stefan Wendl stellte klar, dass es sich um zwei Fahrer aus dieser Saison handelt, ohne dass dies unbedingt etwas über 2026 aussagt.
Nach zuverlässigen Informationen waren folgende Kombinationen vorhanden:
- Mercedes-AMG: Jules Gounon und Lucas Auer
- Comtoyou Aston Martin: Nicki Thiim (Tag 1) und Nicolas Baert (Tag 2)
- Manthey Porsche: Ricardo Feller und Thomas Preining
- BMW Schubert: Marco Wittmann (beide Tage)
- Emil-Frey Ferrari: Thierry Vermeulen (Tag 1), Matteo Cairoli (Tag 2)
- Dörr McLaren: Timo Glock und Ben Dörr
- Lamborghini: Marco Mapelli (Tag 1) und Mirko Bortolotti (Tag 2) mit einem Huracan GT3 Evo2
Cairolis Auftritt bei Emil-Frey wird als starkes Indiz dafür gewertet, dass er Jack Aitken für 2026 ersetzen könnte. Bei Lamborghini testeten Mapelli und Bortolotti einen Huracan-GT3-Evo2, da der neue Temerario GT3-Prototyp noch in den USA fährt.
Was hat der Test an technischen Erkenntnissen gebracht?
Der ADAC ließ über die SRO eine spezielle Balance of Performance (BoP) für den Test erstellen. Pirelli lieferte neben dem aktuellen PZero DHG auch zwei weichere Testmischungen mit den Bezeichnungen “Option 1” und “Option 2”. Die Fahrer mussten Qualifikations- und Rennsimulationen mit festgelegten Rundenzahlen fahren und anschließend detailliertes Feedback geben.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Die Testreifen waren in der Qualifikation etwa eine Sekunde pro Runde schneller als die PZero DHG.
- Die neuen Mischungen zeigten deutlich mehr Verschleiß und vor allem massive Abnutzung bei verschiedenen Fahrzeugkonzepten.
- Eine der beiden neuen Mischungen verlor bereits nach weniger als zehn Runden stark an Leistungsfähigkeit.
Durch das Graining und die niedrigen Temperaturen (Asphalttemperatur unter 20 °C) wurde der Außenreifen in der 180-Grad-Kurve Beausset stark beschädigt. Daher wurde die Rennstrecke für Donnerstag angepasst: Kurve elf wurde nicht mehr gefahren.
Einfluss auf Leistung und BoP
Die neuen Reifen schienen das Kräfteverhältnis zu verändern. Im McLaren war Timo Glock am Mittwoch etwa eine halbe Sekunde schneller als seine Konkurrenten, was sogar zu einer BoP-Anpassung während des Tests führte. Am Donnerstag hatte Ben Dörr erneut fast eine Sekunde Vorsprung, was den Eindruck der Dominanz von McLaren verstärkte.
Pirelli wird nun die Testdaten gründlich analysieren und entscheiden, wie die weitere Entwicklung des DTM-Reifens voranschreiten soll. Ob weitere Tests durchgeführt werden, ist noch unklar, aber durchaus möglich.
Wichtigste Punkte
- Testort: Le Castellet, zwei Testtage mit frühen Prototyp-Reifen.
- Teilnehmer: fast alle DTM-Hersteller, außer Ford und Audi.
- Auffällig: starke Körnung, Layoutänderung bei Beausset und deutliche Unterschiede zwischen den Testmischungen.
- Signal: Neue Reifen können das Leistungsfeld erheblich durcheinanderwirbeln.
27. November 2025 | DTM
Pirelli-Test in Le Castellet
Nicki Thiim war kürzlich beim Pirelli-Test in Le Castellet zu sehen, wo das Comtoyou-Team mit einem Aston Martin Vantage GT3 Evo vertreten war. Pirelli bringt 2026 einen speziellen DTM-Reifen auf den Markt und testet in Südfrankreich verschiedene Prototypen, um zu sehen, wie diese mit GT3-Fahrzeugen zusammenarbeiten.
Es handelt sich um einen reinen DTM-Test. Comtoyou ist dort im Namen von Aston Martin Racing unter anderen Werksteams vertreten. Das Team wollte nicht offiziell bekannt geben, wer am Steuer saß, aber Thiim selbst postete ein Foto des Vantage auf Instagram und berichtete, dass er zuerst in Monaco und später in Le Castellet war.
Signale für einen Wechsel
Dass Thiim bei Comtoyou fährt, ist ein starker Hinweis, aber kein schlüssiger Beweis dafür, dass er 2026 für Aston Martin in der DTM starten wird. Es gibt jedoch mehrere Anzeichen, die darauf hindeuten.
Insiderinformationen zufolge möchte Aston Martin nicht, dass Thiim weiterhin für andere Marken in der DTM fährt. In den Jahren 2024 und 2025 fuhr er mit Genehmigung seines Herstellers für die Lamborghini-Teams SSR Performance und Abt. Diese Freigabe könnte im nächsten Jahr möglicherweise entfallen.
Thiim ist 36 Jahre alt und gewann unter anderem die GTE-Klasse in Le Mans, Erfolge in der WEC und große Langstreckenrennen auf dem Nürburgring und in Spa. Was in seiner Erfolgsbilanz noch fehlt, ist der DTM-Titel. Das scheint für ihn eine wichtige Motivation zu sein, sich voll und ganz auf ein Comeback in der Serie zu konzentrieren.
Comtoyou und die Rolle von Aston Martin
Comtoyou debütierte 2025 in der DTM und zeigte beim Saisonfinale in Hockenheim positive Zeichen, unter anderem mit der Poleposition von Gilles Magnus. Teamchef Francois Verbist hielt sich hinsichtlich Testdaten und Fahrern bedeckt: Informationen seien vertraulich, hieß es.
Das Team hofft auf mehr Unterstützung durch das Werksteam im Jahr 2026. Verbist hat bereits angedeutet, dass es wünschenswert wäre, mit zwei Autos an den Start zu gehen, um Strategien besser entwickeln und mehr lernen zu können. Wenn Aston Martin mehr Unterstützung bietet, liegt die Verpflichtung eines Werksfahrers nahe – und Nicki Thiim kennt die DTM wie kaum ein anderer innerhalb des Aston-Teams.
- Warum Thiim ein logischer Kandidat ist: Erfahrung mit GT3, DTM-Kenntnisse und Hunger auf den Titel.
- Warum Comtoyou darauf besteht: mehr Lernpunkte mit zwei Autos und bessere Werksunterstützung.
- Unsicherheiten: Offizielle Bestätigung fehlt und Aston Martin kann seine Fahrerpolitik ändern.
Was nun?
In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob Thiim tatsächlich Teil des Aston-Martin-Programms 2026 sein wird. Derzeit gibt es starke Anzeichen dafür: seine Teilnahme am Pirelli-Test, die mögliche Aufhebung der Freigaben durch Aston Martin und Comtoyous Wunsch nach mehr Werksunterstützung.
Für Thiim könnte ein Wechsel zu Comtoyou das letzte Puzzlestück auf seinem Weg zum begehrten DTM-Titel sein. Für Comtoyou würde ein erfahrener Werksfahrer zusätzliches Wissen und Glaubwürdigkeit mitbringen. Offizielle Bestätigungen stehen noch aus, aber die Wege zu Aston Martin scheinen klar vorgezeichnet zu sein.
Nov. 18, 2025 | DTM
Neue, billigere Sitze
Der ADAC hat die Tickets für die DTM-Saison 2026 auf dem Norisring freigegeben. Für den Klassiker auf Deutschlands einzigem Stadtkurs führen die Organisatoren eine zusätzliche, preisgünstige Sitzplatzkategorie ein. Damit sollen Dauerplätze für mehr Fans erschwinglich werden.
Die neuen, günstigeren Reservierungen gelten für die Thomas-Sommer-Tribüne, die Speck-Pumpen-Tribüne und die Boxengassentribüne. Karten für diese Tribünen sind ab 94 € erhältlich. Für die Steintribüne mit direktem Blick auf die Start-/Zielgerade und die Boxengasse beginnen die Preise bei 74 €.
Außerdem haben Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Dies gilt auch für den Eintritt in die Steintribüne. Tickets sind über dtm.com erhältlich.
Praktische Informationen und Rahmenprogramm
Alle Tickets berechtigen zum Zutritt zum Fahrerlager, einschließlich Autogrammstunden und einem Pit Walk. Der ADAC betont, dass die Besucher auch das Verkehrsnetz des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) kostenlos nutzen können. So können die Fans bequem und nachhaltig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Veranstaltung anreisen.
ADAC-Mitglieder erhalten bei allen DTM-Veranstaltungen 10 Prozent Rabatt auf ihre Tickets. Die 83. Auflage des ADAC-Norisring International Speedweekend ist für das Jahr 2026 geplant.
- Neue Sitzkategorie ab 94 € (Thomas-Sommer-, Speck-Pumpen- und Boxengassentribüne)
- Steintribüne ab 74 €; Kinder bis 16 Jahre in Begleitung frei
- Fahrerlagerzugang, Karogramme und Pitwalk inklusive
- Kostenlose Nutzung des VGN; 10% Rabatt für ADAC-Mitglieder
- Rahmenrennen: ADAC GT4 Deutschland, Porsche Carrera Cup Deutschland und BMW M2 Cup
Neben der DTM sind für 2026 bereits der ADAC GT4 Germany, der Porsche Carrera Cup Deutschland und der BMW M2 Cup angekündigt. Außerdem versprechen die Organisatoren ein weiteres attraktives Rahmenprogramm.
Nov. 18, 2025 | DTM
IMSA-Test in Daytona: vier neue GT3-Autos
Beim offiziellen IMSA-Test in Daytona am vergangenen Wochenende kamen vier neue oder stark modifizierte GT3-Fahrzeuge zum Einsatz. Diese Modelle sollen auch in der DTM im Jahr 2026 antreten. Die IMSA verlangte Daten zur Balance of Performance (BoP) und forderte die Hersteller auf, ihre neuen Autos und Updates öffentlich zu testen. Dies war im Hinblick auf den frühen Saisonstart in Daytona notwendig.
Lamborghini Temerario: neues Kapitel nach einem Jahrzehnt
Lamborghini hat mit dem Temerario GT3 ein völlig neues Modell vorgestellt, das den Huracan nach einem Jahrzehnt ablöst. Erstmals komplett in Eigenregie entwickelt, erschien der Wagen beim Test in den Händen des Pfaff Teams. Vorherige Tests waren abgeschirmt gewesen, Daytona war der erste öffentliche Auftritt.
Entwicklungsfahrer Andrea Caldarelli lobte die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit des Autos. Während der laufenden Testtage in Le Castellet traten keine größeren Kinderkrankheiten auf. Laut Caldarelli liegt unter der neuen Konstruktion ein solides Fundament: Der Turbomotor sei leichter abzustimmen als der bisherige atmosphärische Motor, und das Auto verlange ein etwas anderes, weniger körperlich anstrengendes Lenkverhalten.
Die Testprogramme gehen weiter: In Sebring sind Sessions geplant. Die Rennpremiere des Temerario ist für März geplant, aber beim 24-Stunden-Klassiker in Daytona wird Lamborghini vorerst weiterhin den Huracan fahren.
Andere Aktualisierungen: Ford, Ferrari und Porsche
Neben Lamborghini kamen drei Fahrzeuge mit neuen Evo-Paketen zum Einsatz: der Ford Mustang GT3 update, der Ferrari 296 GT3 und der Porsche 911 GT3 R. Diese Updates dienen der Feinabstimmung der Fahrzeuge, bevor die FIA-Homologation endgültig eingefroren wird.
Was den Mustang betrifft, so sagte Werksfahrer Mike Rockenfeller, dass das Update noch nicht endgültig ist: Es gibt noch keine endgültige Homologation und es werden noch kleinere Anpassungen getestet. Er stellt Verbesserungen bei den Bremsen fest, meldet aber auch etwas mehr Luftwiderstand. Die Wirksamkeit der Änderungen kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
- Vier neue/modifizierte GT3-Fahrzeuge beim IMSA-Test in Daytona
- Lamborghini Temerario ersetzt Huracan und ist turboaufgeladen
- Pfaff-Team testet den neuen Lamborghini in der IMSA
- Ford Mustang GT3 Update noch nicht endgültig; Bremsen verbessert, aber mehr Widerstand
- Ferrari 296 GT3 und Porsche 911 GT3 R erschienen mit Evo-Paketen
Alle beteiligten Marken befinden sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Die FIA-Homologation steht kurz bevor, danach werden die Konfigurationen eingefroren. Damit werden die kommenden Tests entscheidend dafür sein, wie die Autos in der nächsten Saison in der DTM abschneiden.
Nov. 14, 2025 | DTM
Warum HWAs Weggang so wichtig ist
Nach jahrzehntelanger Zusammenarbeit wird Mercedes-AMG die Zusammenarbeit mit HWA Ende November beenden. HWA war seit 2010 fester Partner des GT3-Programms und betreute große Teile des Kundensports sowie weitere Rennsportaktivitäten außerhalb der Formel 1 und der Formel E. Der Weggang hinterlässt eine große Lücke: Teile, Überholungen und Support für hunderte von Rennmaschinen müssen übernommen werden.
Mercedes-AMG baut seit 2024 die eigene Affalterbach Racing GmbH als 100%-Tochter auf. Diese neue Organisation soll ab 2026 nicht nur den After-Sales und die Revisionen übernehmen, sondern sich auch um die Entwicklung und den Bau des neuen GT3-Modells von Mercedes-AMG kümmern. Eine gewaltige Aufgabe, zumal auch AMG-Performance-Chef Michael Schiebe das Unternehmen verlässt, ohne dass ein Nachfolger in Sicht ist.
Praktische Engpässe und Planung
Insidern zufolge verläuft der Übergang nicht reibungslos. Bei der Affalterbach Racing GmbH arbeiten inzwischen mehr als 100 Personen, hinzu kommen Leiharbeiter. Dabei habe man anfangs mit weniger Personal gerechnet, heißt es. Mercedes-DSport-Chef Christoph Sagemüller sagt, der Aufbau laufe nach Plan und das Team bestehe überwiegend aus erfahrenen Motorsportlern.
Wichtige logistische Aufgaben stehen noch auf der Tagesordnung. Zehntausende von Teilen müssen inventarisiert und bewegt werden. Thomas Jäger, bei Mercedes-AMG verantwortlich für die DTM, spricht von wahrscheinlich 14.000 bis 15.000 Teilenummern. Damit der Betrieb der rund 300 AMG-Kundenfahrzeuge nicht ins Stocken gerät, wurden die Teams vorab informiert, um die Versorgung sicherzustellen.
Die Räumlichkeiten sind vorerst teilweise provisorisch eingerichtet. Affalterbach Racing verfügt offiziell über ca. 2.000 m² Werkstattfläche und 600 m² Bürofläche, aber ein Großteil der Arbeiten findet vorerst in Untertürkheim statt, ca. 20 km von Affalterbach entfernt. Das neue Teilelager ist in Magstadt geplant (ca. 25 km von Untertürkheim und 40 km von Affalterbach entfernt). Zum europäischen Saisonstart, so Jäger, sollen die Systeme wieder reibungslos laufen; eine Übergangslogistik wie die Teile-LKWs von HWA sollen dazu beitragen.
HWA kann beteiligt bleiben
Nicht alles ist definitiv abgesagt. Für Motorüberholungen sagt Affalterbach Racing, dass sie direkt bei Mercedes-AMG durchgeführt werden. Für Getriebeüberholungen sucht die neue Organisation noch nach einem externen Dienstleister. Als möglicher Partner wird hier HWA genannt, obwohl die Partnerschaft formal beendet ist.
HWA-Geschäftsführer Martin Marx bedauert, dass die Kundensportarbeit für AMG endet. Gleichzeitig stellt sich HWA als Partner und Dienstleister für Supportarbeiten zur Verfügung. Das lässt die Tür offen für Kooperationen, wo sie sich als sinnvoll erweisen.
- HWA hat seit 2010 viele AMG Kundensportaktivitäten betreut.
- Die Affalterbach Racing GmbH wurde als 100%-Tochter von Mercedes-AMG ab 2024 aufgebaut.
- Mehr als 100 Mitarbeiter sind nun in der neuen Organisation tätig.
- Etwa 14.000-15.000 Artikelnummern müssen inventarisiert und übertragen werden.
- Lager- und Servicestandorte: vorläufig in Untertürkheim; Lager in Magstadt geplant.
Der Übergang ist also eine logistische und organisatorische Herausforderung, aber Mercedes-AMG betont, dass das Tempo und die Qualität der Kundenbetreuung beibehalten werden müssen. Ob die Affalterbach Racing GmbH dem rechtzeitig gerecht werden kann, bleibt spannend - mit Risiken und Chancen für die kommenden Saisons.
Nov. 13, 2025 | DTM
Was ist bei Mercedes-AMG los?
Auch Mercedes-AMG steht 2026 in der DTM auf der Startliste. Unklar ist jedoch, mit wie vielen Fahrzeugen die Marke antreten wird. Im Jahr 2025 führte Lucas Auer lange Zeit die Meisterschaft an. Am Ende belegten Auer und Maro Engel die Plätze zwei und drei in der Tabelle.
Sportdirektor Thomas Jäger sagte nach der Saison in Hockenheim, dass sich Mercedes-AMG erst einmal neu formieren müsse. Er äußerte die Hoffnung, dass die Marke mit mindestens zwei Autos an den Start gehen wird. Damit scheint der Fokus erst einmal auf den beiden Winward-Mercedes zu liegen.
Status des Landgrafenteams
Das Landgraf-Team kehrte 2025 nach einem Jahr Abwesenheit in die DTM zurück und holte mit Lucas Auer auf Anhieb zwei AMG-Siege in dieser Saison. Doch die Zukunft des Teams ist noch nicht endgültig geklärt. Dem Vernehmen nach hat das Gensinger Team einen Mehrjahresvertrag mit Mercedes-AMG, der aber eine Option enthält, die von beiden Parteien eingelöst werden muss.
Diese Option scheint noch nicht aktiviert worden zu sein. Teamchef Klaus Landgraf hielt sich kurz nach der Saison bedeckt, klang aber nicht entmutigt. Er lobte sein Team und nannte dessen Leistung beeindruckend. Landgraf sagte, er wolle Zeit mit seiner Familie verbringen, ließ aber die Tür für eine Fortsetzung der DTM nicht geschlossen.
Was bedeutet das für die Fahrer und das Jahr 2026?
Bleibt Landgraf, ist klar, dass Fahrer wie Lucas Auer, Maro Engel und Jules Gounon wieder in AMG-Autos auftauchen werden. Auch Nachwuchspilot Tom Kalender beeindruckte beim Saisonfinale in Hockenheim und könnte einen Platz unterstützen.
Winward ist Berichten zufolge für 2026 bestätigt. Sollte Landgraf wegbleiben, würde Mercedes-AMG möglicherweise mit einem kleineren Programm in die Serie einsteigen. Für welchen man sich letztendlich entscheidet, hängt von Vertragsentscheidungen, Budget und den strategischen Entscheidungen von Mercedes-AMG ab.
- Mercedes-AMG will im Jahr 2026 mindestens zwei DTM-Fahrzeuge einsetzen.
- Winward ist den Angaben zufolge für 2026 vorgesehen.
- Das Landgraf-Team hat einen Mehrjahresvertrag mit einer gegenseitigen Option, die noch nicht aktiviert wurde.
- Zu den wichtigsten Fahrern gehören Lucas Auer, Maro Engel, Jules Gounon und Tom Kalender.
- Das Saisonfinale in Hockenheim spielte bei den Überlegungen eine Rolle.
Zusammengefasst: Mercedes-AMG wird in der DTM bleiben, der genaue Umfang des Programms für 2026 steht aber noch nicht fest. Eine endgültige Entscheidung über das Landgrafenteam wird in den kommenden Monaten erwartet.
Nov. 10, 2025 | DTM
Ein hartes Jahr für Abt und Bortolotti
Mirko Bortolotti blickt auf eine schwierige DTM-Saison 2025 zurück. Als Titelverteidiger verlief sie nicht wie erwartet. Er sagt, dass Abt in diesem Jahr wahrscheinlich mehr gelernt hat als je zuvor, aber die Ergebnisse waren nicht positiv. Ob das reichen wird, um bald wieder an der Spitze zu stehen, wagt er nicht zu sagen. Bortolotti deutet auch an, dass er selbst noch nicht sicher ist, ob er nächste Saison für Abt fahren wird. Für ihn liegt es in erster Linie an der Mannschaft, sich zu erholen.
Warum der Rückstand wuchs
Das Defizit von Abt ist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. SSR stieg als Partner aus, woraufhin Abt mit einem neuen Team begann. Das Team musste von Audi zu Lamborghini wechseln und begann praktisch bei Null. Es blieb wenig Zeit für die Vorbereitung auf das erste Rennwochenende. Außerdem spielt die Testbeschränkung in der DTM eine Rolle: Mit nur vier bis fünf Testtagen pro Saison ist es schwierig, während des Jahres große Fortschritte zu machen.
Die Teilnehmer sammelten zusätzliche Erfahrungen in anderen Meisterschaften. Teams, die den Lamborghini Huracan bereits seit einiger Zeit einsetzen, fuhren unter anderem in der GT World Challenge Europe, wo der DHG-Reifen von Pirelli verwendet wurde und die Reifen beheizt werden dürfen. Diese zusätzlichen Kilometer verschafften ihnen einen Vorteil. Abt hingegen war mit Michelin vor allem auf der Nürburgring-Nordschleife aktiv, die für viele DTM-Strecken wenig direkte Anhaltspunkte bietet.
Ausblick auf das Jahr 2026
Für 2026 gibt es Gründe für vorsichtigen Optimismus, aber auch neue Herausforderungen. Pirelli wird dann einen DTM-spezifischen Reifen liefern, was den GT-Programmen teilweise die Testvorteile nehmen könnte. Außerdem bringt Lamborghini mit dem Temerario GT3 ein neues Modell in die DTM, was viele Teams dazu veranlasst, die Entwicklung neu zu beginnen.
Doch die Ungewissheit bleibt. Wenn der neue Lamborghini nicht auf der Nürburgring-Nordschleife auftaucht, könnte Abt wieder hinter Teams zurückfallen, die dort viele relevante Daten sammeln. Für 2026 erfährt das Team auch organisatorische Veränderungen: Thomas Biermaier wird die Leitung übernehmen und Martin Tomczyk ablösen.
- Hauptursachen für 2025: Teamwechsel, geringe Vorbereitung und Testbeschränkungen.
- Die Wettbewerber verwendeten GT-Programme, um zusätzliche Daten zu sammeln.
- Das Jahr 2026 bietet neue Chancen: DTM-Reifen von Pirelli und den Temerario GT3, aber auch neue Ungewissheiten.
Kurzum: Abt hat viel gelernt, aber ob es für eine baldige Rückkehr reicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Für Bortolotti selbst ist die Aussicht auf eine Fortsetzung bei Abt noch nicht klar.
7. November 2025 | DTM
Warum Tomczyk zurücktritt
Abt wechselt nach der schwächsten DTM-Saison des Teams: Martin Tomczyk ist nicht mehr für die DTM-Einsätze zuständig. Das Lamborghini-Debüt des ehemaligen Audi-Teams verlief enttäuschend. Mirko Bortolotti war mit Platz 14 der bestplatzierte Abt-Fahrer in der Meisterschaft.
Tomczyk selbst nannte private Gründe für seinen Rückzug. Nach dem Ende seiner Profikarriere Ende 2021 ist er direkt ins Management eingestiegen. Das habe viel Zeit in Anspruch genommen, so Tomczyk, so dass seine Familie und andere private Projekte zu kurz gekommen seien. Dafür will er nun mehr Raum schaffen.
Dennoch bleibt Tomczyk vorerst involviert: Bis Ende Mai wird er den Einsatz von Abt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring leiten. Was danach mit ihm passiert, ist unklar; das Team schließt eine komplette Beendigung der Zusammenarbeit nicht aus.
Was sich bei Abbot ändert
Die Funktion des Sportdirektors wird wieder von Abbott-CEO Thomas Biermaier übernommen. Biermaier hatte diese Position inne, bevor Tomczyk im Jahr 2023 kam. Tomczyks Vertrag als Sportdirektor lief übrigens letzten Monat offiziell aus, aber aufgrund der Doppelbelastung in der ersten Saisonhälfte bat Abt ihn dennoch, ihn bis Mai 2026 weiter zu unterstützen.
Biermaier nimmt die Projekte DTM und 24-Stunden-Rennen wieder intensiver auf. Gleichzeitig zieht er sich aus dem Tagesgeschäft rund um die Formel E zurück. Diese Aufgaben werden nun von Fred Espinos und der operativen Leitung des von Mark Preston geführten Lola-Yamaha-Abt-Teams wahrgenommen.
Abt sagt, dass weitere Informationen zur Teamaufstellung und zu den Fahrern in Absprache mit Lamborghini Anfang 2026 folgen werden. Gerüchten aus dem Fahrerlager zufolge scheint es unwahrscheinlich, dass Mirko Bortolotti nach der enttäuschenden Saison bei Abt bleibt.
- Grund für Tomczyks Weggang: mehr Zeit für Familie und private Projekte.
- Tomczyk wird das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring noch bis Ende Mai 2026 leiten.
- Thomas Biermaier übernimmt wieder die Rolle des Sportdirektors.
- Das Formel-E-Geschäft läuft nun zentral über Fred Espinos und Mark Preston.
- Weitere Neuigkeiten zu Fahrern und Teamaufstellung werden für Anfang 2026 erwartet.
Das Team steht vor einem klaren Neustart. Wie Abt die Lamborghini-Mannschaft für die nächste DTM-Saison gestaltet, bleibt eine der großen Fragen in den Winterberatungen.
6. November 2025 | DTM
Intro
Ford und HRT werden im Jahr 2026 eine Evo-Version des Mustang GT3 bringen. Das Team will das Paket nutzen, um die Leistung nach seinem Debütjahr zu verbessern. HRT-Teamchef Ulrich Fritz sagt, dass das Team noch nicht sein volles Potenzial erreicht hat und hofft, dass der Evo das ändern wird.
Was hat sich auf der Vorderseite geändert?
Der größte Eingriff scheint sich auf die Front zu konzentrieren. Der Mustang hat einen Front-Mittelmotor mit einem großen V8. Dadurch scheint das Auto zu wenig Abtrieb an der Vorderachse zu erzeugen. Auf den Aufnahmen von Testtagen ist vor jedem Vorderrad eine kleine Klappe zu sehen. Diese Klappen sollen zusätzlichen Anpressdruck erzeugen.
Bei früheren Tests auf der Nürburgring-Nordschleife waren diese Klappen bereits zu sehen. Das deutet darauf hin, dass Ford und HRT schon seit einiger Zeit an einer Lösung gearbeitet haben. Bisher wurde die Belüftung des vorderen Radkastens über drei Lamellen an der Oberkante des Flügels gewährleistet. Diese Anordnung scheint nicht optimal zu sein und ist vermutlich der Grund für das Update.
Darüber hinaus wurden neue Felgen entwickelt, die die Luft aus dem Radkasten ableiten. Dieser Unterdruck kann für zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse sorgen. Außerdem berichtet Multimatic-Ingenieur Lewis Jones, dass das Ergebnis aller Modifikationen auf ein ‘optimiertes Auto’ hinausläuft. Ford-Ingenieur Alex Allmandinger sagt, dass Daten aus mehreren Jahren in das Evo-Paket eingeflossen sind.
- Neue Flaps vor den Vorderrädern für zusätzlichen Abtrieb
- Modifizierte Felgen, die die Luft aus dem Radkasten ableiten
- Überarbeitung der Radkastenbelüftung anstelle von Jalousien
Was bedeutet das für die DTM-Leistung?
Das Ziel des Evo-Pakets ist nicht nur mehr Grip an der Vorderachse, sondern auch weniger Reifenverschleiß. Der Reifenverschleiß war beim Mustang ein großes Problem. Auch an den Bremsen, die Insidern zufolge eine Schwachstelle darstellen, wird herumgebastelt. Wenn sich diese Punkte verbessern, sollten die Rundenzeiten und Qualifikationsergebnisse davon profitieren.
In der Ford-Premiership-Saison landete HRT mit Arjun Maini und Fabio Scherer oft im hinteren Mittelfeld. Das Qualifying brachte wenig Schwung, und das machte es schwierig, nach vorne zu fahren. Höhepunkte waren zwei fünfte Plätze von Maini auf dem Norisring und in Spielberg. In Österreich schien das Potenzial für einen Podiumsplatz vorhanden zu sein, aber ein schlecht ausgeführter Boxenstopp am Samstag und eine defekte Antriebswelle am Sonntag machten diese Chancen zunichte.
Ford hat kürzlich in den USA ein Testvideo mit einem grauen Mustang Evo veröffentlicht. Sowohl Ford als auch das Team halten sich mit vielen Details noch bedeckt, aber die sichtbaren Veränderungen und frühere Tests auf der Nordschleife zeigen, dass gezielt an den Schwächen des Mustang gearbeitet wird. Ob das im Jahr 2026 zum ersten Podium in der DTM führt, wird sich in der Praxis zeigen.
5. November 2025 | DTM
WEC-Rookie-Test wirft Fragezeichen auf
Jack Aitken wurde von der WEC für den Rookie-Test beim Saisonfinale in Bahrain berufen. Er teilt sich diese Aufgabe bei Jota-Cadillac mit Ricky Taylor. Der Test ist für Sonntag, am Ende der WEC-Saison, geplant.
Diese Ankündigung und sein bereits bestätigter Verbleib bei Action Express in der IMSA erwecken den Eindruck, dass Aitken in der nächsten Saison möglicherweise nicht mehr Vollzeit in der DTM fahren wird. In dieser Saison schaffte es der 30-jährige Brite mit dem Emil-Frey-Ferrari-Team bis ins Finale um den DTM-Titel, doch Pech und Fehler in der Schlussphase warfen ihn zurück.
Emil-Frey reagiert und bereitet sich vor
Teamchef Lorenz Frey-Hilti sagte, er sei von der Ankündigung überrascht, aber auch realistisch. Die Chance auf ein Doppelprogramm mit Cadillac sei immer gegeben gewesen, so Frey-Hilti. Emil-Frey hat Aitken klar gemacht, dass das Team einen Fahrer will, der sich voll auf die DTM konzentrieren kann. Sollte Aitken tatsächlich ein kombiniertes Programm erhalten, wird sich Emil-Frey nach einem Ersatz umsehen.
Cadillac selbst muss Aitken nicht auf seine Geschwindigkeit testen. Er ist seit vielen Jahren Werksfahrer für General Motors und fährt seit 2023 den LMDh in der IMSA, auch in Le Mans. Der Rookie-Test bei Jota scheint vor allem dazu zu dienen, ihn in das Jota-Werksteam zu integrieren, nachdem Jenson Button seinen Rücktritt angekündigt hat und das Cockpit des Cadillac #38 frei wird.
- Was die Ankündigung bedeutet: Es ist wahrscheinlich, dass Aitken ein Doppelprogramm bei Cadillac hat und deshalb weniger für die DTM zur Verfügung steht.
- Warum das ein Problem sein könnte: Emil-Frey möchte einen Fahrer, der sich ganz auf die DTM-Tests und den Rennsport konzentrieren kann.
- Was Cadillac will: Aitken kennt die V-Series.R und der Test hilft ihm, sich im Jota-Arbeitsteam einzuleben.
- Wie geht es weiter? Emil-Frey sucht nach einer Alternative, und es wird erwartet, dass in den kommenden Monaten Klarheit herrscht.
Aitken selbst sagte, dass er die DTM vermissen würde und dass er eine vierte Saison mit Emil-Frey vorgezogen hätte. Im Moment sieht es so aus, als ob Aitkens Zukunft in Richtung WEC und dem Jota-Cadillac-Projekt geht, aber eine endgültige Bestätigung steht noch aus.
3. November 2025 | DTM
McLaren-Unterstützung und Ziele für 2026
Dörr Motorsport hat angekündigt, 2026 mit McLaren in der DTM antreten zu wollen. Laut Teamchef Rainer Dörr ist es das Ziel, im letzten Jahr des Dreijahresprogramms ein ernsthafter Titelanwärter zu werden. Zu diesem Zweck erwartet das Team mehr Unterstützung aus Woking als im Jahr 2025.
Dörr erhielt bereits 2025 technische Hilfe von McLaren, doch das Budget wurde vollständig vom Team getragen. Für 2026 ist eine intensivere Zusammenarbeit geplant, möglicherweise mit zusätzlichen Ingenieuren, mehr Testkilometern und einer breiteren Einsatzunterstützung.
Fahrer und Erwartungen
Die Fahreraufstellung ist für diese Pläne entscheidend. Marvin KirchhF6fer ist eine mögliche Option, aber sein Werksvertrag mit McLaren läuft am Ende des Jahres aus. Die Gespräche über eine Verlängerung sind im Gange. Nach den letzten Meldungen scheint KirchhF6fer vorerst bei McLaren zu bleiben, unter anderem hat er in dieser Saison die Pole Position bei den 24 Stunden von Spa geholt.
Allerdings hat das Team auch schon angedeutet, dass es mit Ben DF6rr und Timo Glock weitermachen will. Rainer DF6rr sagte beim Saisonfinale in Hockenheim, dass man mit dieser Fahrerkombination zufrieden sei und vorerst keine Änderungen vornehmen wolle.
Für Ben DF6rr sind die Aussichten positiv. Der 20-Jährige hat in dieser Saison einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Er holte seine erste DTM-Pole und wäre auf dem Sachsenring ohne Disqualifikation Zweiter geworden. Rainer DF6rr erwartet, dass McLaren Ben mehr Chancen gibt und ihn auch in anderen Serien antreten lässt. Ein Wechsel vom Juniorprofil zum Werksfahrer ist nicht ausgeschlossen.
Timo Glock hatte ein schwieriges Comeback. Nach drei Jahren ohne Rennen kam er in dieser Saison nicht richtig in Schwung und sein bestes Ergebnis war Platz 11. Laut dem Team hat Glock jedoch den Speed und es ist vor allem eine Frage der Gewöhnung. Man rechnet mit einem besseren Start in die Saison 2026.
- Ziel 2026: mit mehr Werksunterstützung um den DTM-Titel kämpfen.
- Status KirchhF6fer: Vertrag läuft aus, Verlängerung im Gespräch.
- Ben DF6rr: Klare Fortschritte und mehr Engagement von McLaren erwartet.
- Timo Glock: Schwächere Saison, aber das Team setzt auf Erholung nach der Eingewöhnung.
- 2025: technische Unterstützung von McLaren, aber Budget von Dörr getragen.
Rainer DF6rr zieht ein positives Fazit über die Entwicklung seines Teams: Konstantes Top-10-Qualifying, eine Pole, ein Podium (das später disqualifiziert wurde) und die schnellste Runde zeigen Fortschritte. Nun stellt sich die Frage, inwieweit die zusätzliche Unterstützung aus Woking konkret wird und wie sich das in den Ergebnissen 2026 niederschlägt.
Nov. 2, 2025 | DTM
Prüfungsdaten und -ort
Die DTM hat den offiziellen Vorsaisontest für 2026 auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg festgelegt. Der ADAC hat die Strecke vom 14. bis 16. April gebucht, genau eine Woche vor dem Saisonauftakt (24.-26. April).
Am Montag, 13. April, ist ein separater Tag für TV-Teams und Fotografen reserviert. Dieser soll Inhalte für die DTM-Kampagne 2026 liefern. Da die Teams bereits in Spielberg sein werden, ist es sinnvoll, dass der erste Testtag unmittelbar danach beginnt.
Die DTM wird sich die Testtage am Red-Bull-Ring mit dem ADAC GT Masters und der GT4 Germany teilen. Ob jede Serie einen ganzen Tag bekommt oder ob die drei Tage aufgeteilt werden, steht noch nicht fest.
Neue DTM-Reifen und Testverfahren
Wichtiger Hinweis: 2026 wird die DTM auf einem speziellen Pirelli-Reifen fahren, der ausschließlich in der DTM eingesetzt wird. Zuvor fuhren die GT3-Fahrzeuge auf dem PZero DHF (2023-2024) und später auf dem Nachfolger DHG (2025). Das ADAC GT Masters wird weiterhin mit dem DHG-Reifen fahren.
Es wird erwartet, dass der neue Reifen weicher sein wird als der DHG. Die Teams müssen daher die begrenzten Testmöglichkeiten klug nutzen, um schnell Erfahrung zu sammeln. Das ist besonders wichtig, weil die Reifenheizung in der DTM immer noch nicht erlaubt ist, was sich auf die Nutzung und das Aufwärmen auswirkt.
Der ADAC will ab 2026 die Testplanung zentral organisieren. Nach den Testaktivitäten 2025 - mit einem offiziellen Test in Oschersleben und zusätzlichen Sessions am Lausitzring und Sachsenring - will die Organisation nun alle Tests selbst koordinieren. Das dürfte die Tests für die Teams billiger und einheitlicher machen.
- Gebuchte Prüfungstermine Red-Bull-Ring: 14. bis 16. April (Inhaltstag 13. April)
- Neue Pirelli-Reifen: Exklusiv für die DTM im Jahr 2026
- Reifenerwärmung bleibt verboten
Die zentrale Organisation ermöglicht es dem ADAC auch, den Reifenverbrauch und die Anzahl der zugeteilten Sätze zu überwachen. Darüber hinaus können sie während der Tests Daten für die Balance of Performance (BoP) sammeln.
Follow-up-Teststandorte und Regeln
Berichten zufolge will der ADAC in der kommenden Saison auf mehreren DTM-Strecken Testtage anbieten. Unter anderem stehen nach diesen Plänen die folgenden Orte auf der Liste:
- Spielberg (Rot-Bull-Ring)
- Lausitzring
- Oschersleben
- Nürburgring
- Sachsenring
- Hockenheim
Ab Anfang November sind Tests auf DTM-Rennstrecken für die Teams vorerst uneingeschränkt erlaubt. Das neue Testreglement wird noch ausgearbeitet. Da der spezielle Pirelli-Reifen nur über die Serienmanager erhältlich sein wird und noch nicht zur Verfügung steht, könnten die frühen Wintertests nur begrenzt aussagekräftig sein.
Zusammenfassend wird der offizielle DTM-Test in Spielberg kurz vor dem Saisonstart stattfinden. Mit der Einführung eines DTM-spezifischen Reifens und der Zentralisierung der Testplanung will der ADAC mehr Kontrolle über Kosten, Reifenverbrauch und BoP-Daten geben. Für die Teams bedeutet dies, dass jeder Testtag im Jahr 2026 einen zusätzlichen Wert hat.