Was geschah
Mercedes verlor in Mexiko wertvolle Plätze durch eine umstrittene Teamorder in der Mitte des Rennens. George Russell und Kimi Antonelli fuhren zu diesem Zeitpunkt um die Plätze fünf bis sieben. Eine frühe Kollision zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton änderte die Reihenfolge sofort. Russell musste weit ausholen und fiel auf Platz sieben zurück. Antonelli nutzte den Vorteil und übernahm die Führung im Mercedes.
Wichtige Momente in einer Reihe
- Rundeneröffnung: Verstappen und Hamilton sorgten für Chaos, wodurch Russell Positionen verlor.
- Runde 22: Antonelli kam als Erster an die Box.
- Runde 25: Russell folgte, und in Runde 30 fuhren sie wieder eng zusammen.
- Runde 41: Mercedes veranlasst einen Positionswechsel (Swap).
- Endgültige Situation: Beide Autos kamen als Sechster und Siebter ins Ziel.
Radio und Spannungen im Auto
Im Bordfunk war die Frustration deutlich zu hören. Russell meldete mehrmals, dass er mehr Tempo habe und angreifen wolle. Das Team warnte ihn vor den hohen Brems- und Reifentemperaturen. Russell entgegnete, dass er ein schnelleres Auto direkt hinter sich habe und dass das Stehenbleiben seine Reifen zerstöre. Schließlich wies ihn das Team an, die Position zu wechseln. Antonelli reagierte überrascht und fragte nach dem Grund. Der Ingenieur sagte, es sei eine Entscheidung des Teams und nannte Turn 4 als Ort für den Wechsel.
Warum der Schalter nicht funktioniert
Der Zeitpunkt des Wechsels erwies sich als fatal. Russell sagte, dass er bereits verschlissene Bremsen, Reifen und einen verschlissenen Motor hatte und deshalb nicht an Bearman vorbeikommen konnte. Während sie wechselten, zogen auch Oscar Piastri und Max Verstappen vorbei. Infolgedessen kamen die Mercedes-Fahrer schlechter ins Ziel als erhofft: P6 und P7 statt der möglichen P4 und P5.
Reaktionen der Autofahrer
Kimi Antonelli sagte nach dem Rennen, die Anweisung habe ihn überrascht. Er wollte mit dem Team zurückblicken. Antonelli hatte das Gefühl, dass er nahe an Russell dran war und mehr pushen musste. Das machte sein Rennen angreifbar für Piastri. Er sagte, wenn sie ihre Positionen gehalten hätten, hätten sie möglicherweise Ollie Bearman unterbieten und besser abschneiden können.
Russell schob die Frustration auf die Konkurrenten, die seiner Meinung nach einen Vorteil daraus zogen, dass sie in der ersten Runde eine Kurve schnitten. Er sagte, wenn er als Dritter aus der ersten Kurve gekommen wäre, hätten sie auch Dritter werden können. Er bezeichnete auch die Entscheidungsfindung des Teams als ungeschickt: Entweder man nimmt sofort einen Wechsel vor oder nicht. Seiner Meinung nach kam die Entscheidung zu spät.
Was das Team sagte
Teamchef Toto Wolff war in Mexiko nicht vor Ort, sondern verfolgte das Geschehen aus der Ferne. Ein Vertreter des Teams sagte, Wolff wolle, dass die Boxenmauer Entscheidungen treffe und nicht direkt von oben. Das Team sagte, es sei schwer zu sagen, ob eine frühere Anweisung das Ergebnis verändert hätte. Das Team wies darauf hin, dass es an diesem Tag aufgrund der schmutzigen Luft und der langen DRS-Züge schwierig war, zu überholen. Die endgültige Analyse stehe noch aus.
Konsequenzen und nächste Schritte
Mercedes hat in Mexiko wertvolle Punkte im Kampf um die Konstrukteursposition verloren. Beide Fahrer wollen eine gründliche Auswertung der Rennentscheidungen. Das Team steht vor der Wahl, klarere Regeln für die Teamorder aufzustellen. Andernfalls riskiert es, dass es häufiger zu Reibereien innerhalb des Teams kommt.
Kurz und bündig
- Die Teamorder sorgte bei beiden Fahrern für Unzufriedenheit.
- Der Zeitpunkt des Austauschs erwies sich als falsch.
- Mercedes verliert Punkte in der Konstrukteurswertung.
- Vor dem Rennen in Brasilien wird es eine Teambesprechung geben.