Porsche bestätigt: Manthey wird bleiben

Porsche hat jetzt offiziell Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Manthey dementiert. Ein Sprecher sagt, die Berichte entbehrten jeder Grundlage und ein Verkauf sei nicht geplant. Damit scheint die 51-prozentige Beteiligung von Porsche an der Manthey Racing GmbH gesichert.

Warum kam das Dementi erst später?

Letzte Woche hat sich Porsche nicht direkt geäußert und um Verständnis gebeten, dass man sich nicht zu Spekulationen äußern möchte. Die Zurückhaltung ist zum Teil auf die Tatsache zurückzuführen, dass Porsche ein börsennotiertes Unternehmen ist. Bei börsensensiblen Informationen muss ein Unternehmen sehr vorsichtig kommunizieren, um den Markt nicht zu manipulieren oder die Anleger in die Irre zu führen.

Gleichzeitig unterzieht Porsche sein Beteiligungsportfolio einer laufenden Überprüfung. Aufgrund eines starken Gewinneinbruchs in diesem Jahr und des angekündigten Ausscheidens einiger Mitarbeiter überprüfte Porsche alle Beteiligungen auf ihre Rolle und Nützlichkeit. Dies erklärt, warum ein sofortiges Dementi einige Zeit in Anspruch nahm.

Was bedeutet Manthey für Porsche?

Manthey ist für Porsche weit mehr als nur ein externer Rennstall. Das Unternehmen mit Sitz am Nürburgring bietet unter anderem:

  • Porsche Track Experience und gebrandete Pokale,
  • Wartung, Konstruktion und Endmontage von Porsche-Rennwagen,
  • Lieferung und logistische Unterstützung der Rennabteilung.

Die Partnerschaft ist tief verwurzelt. Manthey wurde 1996 von Olaf Manthey gegründet. Im Jahr 2013 fusionierte Manthey mit Raeder Automotive und seither sind Martin und Nicolas Raeder Miteigentümer und Geschäftsführer. Porsche ist seit der Fusion Anteilseigner. Olaf Manthey ist weiterhin als Berater und Gesellschafter aktiv.

Angesichts dieser engen Beziehung hätte ein Verkauf deutliche Auswirkungen auf das Rennsportgeschäft von Porsche gehabt. Mit dem offiziellen Wort scheint nun alles klar: Manthey bleibt vorerst der verlängerte Arm von Porsche im Rennsport.

de_DEDE