Vier Teams kämpfen um die 30 Millionen Preisgeld in der Formel 1

Worum geht es hier?

McLaren hat sich die Konstrukteursmeisterschaft bereits gesichert. Williams scheint von diesem fünften Platz nicht wegzukommen. Alpine ist das Schlusslicht. Zwischen diesen Teams gibt es jedoch einen erbitterten Kampf. Vier Teams sind nur 12 Punkte voneinander entfernt. Der Gewinner dieses Kampfes zwischen ihnen erhält etwa 30 Millionen Dollar zusätzlich. Der vierte Platz von Ollie Bearman in Mexiko hat diesen Kampf plötzlich wieder in Gang gebracht.

Haas: von hinten zu den meisten Wettbewerbern

Haas hat in dieser Saison eine starke Entwicklung gemacht. Das Auto wurde deutlich schneller. Anfänglich konnte das Team diese Geschwindigkeit nicht in Punkte ummünzen. In Spa wurden Chancen durch eine Kombination aus falscher Abstimmung, einem kleinen Motorproblem und unglücklichen Zeitstopps vertan. Das hat Punkte gekostet.

In Mexiko war das anders. Das letzte Upgrade hat gut funktioniert. Beide Autos landeten in den Top 10. Bearman erzielte sein bisher bestes Ergebnis: Platz vier. Es war das dritte Rennen in Folge, in dem er punkten konnte. Teamchef Ayao Komatsu führte als Erklärung eine veränderte Mentalität an. Die Fahrer halten sich besser zurück, und das Team führt die Trainingseinheiten konstanter durch.

Racing Bulls in einem schlechten Moment

Racing Bulls führt diese kompakte Gruppe an, befindet sich aber in einer schwierigen Phase. Das Team hat seit drei Rennen in Folge keine Punkte mehr geholt. Das ist der schlechteste Lauf der Saison, und infolgedessen haben Aston Martin, Haas und Sauber aufgeholt.

Isack Hadjar zeigt oft starke Qualifikationen. Mehrmals schaffte er es ins Q3. In den Rennen scheint ihm jedoch der Speed zu fehlen. In Singapur spielte ein Problem mit dem Antriebsstrang eine Rolle. In Austin verursachte ein Crash im Qualifying einen Rückstand. In Mexiko verlor er nach einem großen Moment in Turn 6 Positionen und schließlich Platz 10 in der Schlussphase.

Liam Lawson hatte gute Wochenenden, aber auch er hatte Fehler. In Mexiko wurde er in Turn 1 getroffen. Es wird keine größeren Upgrades mehr geben. Das setzt die Racing Bulls unter Druck, ihre Renngeschwindigkeit zu verbessern, wenn sie ihre Position halten wollen.

Welche Treiber machen den Unterschied?

In diesem Kampf zählen vor allem die individuellen Leistungen. Ein Aufstieg in der Rangliste bringt fast 10 Millionen Dollar ein. Dadurch werden die Fahrer im wahrsten Sinne des Wortes mehr Geld wert.

  • Nico Hülkenberg - 41 Punkte
  • Isack Hadjar - 39 Punkte
  • Fernando Alonso - 37 Punkte
  • Ollie Bearman - 32 Punkte
  • Lance Stroll - 32 Punkte
  • Liam Lawson* - 30 Punkte
  • Esteban Ocon - 30 Punkte
  • Gabriel Bortoleto - 19 Punkte

*Lawson zählt ab Rennen drei

Die Gruppe hat klare Spitzenfahrer: Hülkenberg für Sauber, Hadjar für Racing Bulls, Alonso für Aston Martin und Bearman für Haas. Doch oft sind es kleine Abstände zwischen den Teamkollegen. Alle acht genannten Fahrer haben mindestens ein Top-Six-Ergebnis erzielt. Hülkenberg und Hadjar erreichten bereits Podiumsplätze. Das zeigt, dass eine große Punkteausbeute möglich ist, wenn alles mitspielt.

Beständigkeit ist entscheidend. Letztes Jahr schoss Alpine dank eines nassen Interlagos-Rennens nach oben und holte an einem einzigen Wochenende 33 Punkte. Ein solches Ergebnis kann ein Team plötzlich um mehrere Plätze nach vorne bringen und zweistellige Millionenbeträge einbringen.

Aston Martin bleibt hinter seinen Erwartungen zurück

Aston Martin verfügt über die Ressourcen, um einen höheren Rang einzunehmen als jetzt. Das macht ihre Position bemerkenswert. Das Hauptaugenmerk des Teams scheint in dieser Saison auf 2026 und die neuen Regeln gerichtet zu sein. Technischen Verbesserungen für die Zukunft wird in diesem Jahr mehr Aufmerksamkeit geschenkt als unmittelbaren Upgrades.

Das aktuelle Auto kämpft bei niedrigen Geschwindigkeiten und hat eine geringere aerodynamische Effizienz auf Strecken, auf denen wenig Abtrieb erforderlich ist. Das erklärt die unterschiedlichen Ergebnisse: manchmal sehr stark, manchmal sehr schwach. Fernando Alonso hat gute Leistungen abgeliefert, aber das Auto hinterlässt zu viele Macken. Lance Stroll ist ohne Punkte, obwohl sein Beitrag zum Team in diesem Jahr relativ hoch war.

Sauber: Sonntag stark, Samstag weniger stark

Sauber hat sein Auto nach einem instabilen Start verbessert. Der C45 wurde zur Saisonmitte modifiziert und zeigt seither im Rennen eine bessere Leistung. Die Schwäche liegt vor allem im Qualifying. Sauber erreichte nur wenige Q3-Starts. Das liegt daran, dass das Auto mit wenig Benzin schwer zu fahren ist und manchmal unberechenbar reagiert.

Doch Gabriel Bortoleto zeigte in Mexiko, wie schnell er ist. Er kletterte von Platz 16 auf Platz 10. Nico Hülkenberg erreichte in Silverstone dank taktischer Reifenwahl bei nassen Bedingungen sogar ein Podium. Wenn sich Sauber im Qualifying ohne weitere Upgrades verbessern kann, ohne am Sonntag an Geschwindigkeit zu verlieren, wird es in den letzten vier Rennen stark sein.

Die wichtigsten Punkte

  • Haas: Wird die Form halten und beide Autos in den Top 10 bleiben?
  • Racing Bulls: Finden sie wieder zu ihrem Renntempo oder wird ihr Vorsprung schwinden?
  • Aston Martin: Werden die Ungereimtheiten beseitigt oder bleibt der Fokus auf 2026 dominant?
  • Sauber: Können sie ihren Qualifying-Rhythmus finden, ohne den Sonntags-Speed zu verlieren?

Schloss

Die verbleibenden vier Rennen werden darüber entscheiden, wer diese zusätzlichen Millionen erhält. Der Unterschied ist gering. Jeder Fehler zählt. Teams und Fahrer müssen konstant gute Leistungen bringen. Diejenigen, die ihre Chancen clever nutzen, werden sich die Positionen und das Geld sichern. Deshalb lohnt es sich, diesen Kampf zu verfolgen.

Lamborghini im Wettlauf mit der Zeit

Produktionsprobleme bedrohen DTM-Pläne

Lamborghini steht unter Druck, den neuen Temerario GT3 vorzustellen. Ursprünglich war geplant, rund 10 Exemplare für die Rennsaison 2026 zu bauen. Inzwischen scheint diese Zahl deutlich niedriger zu sein: Realistisch werden nur sechs bis acht Fahrzeuge erwartet.

Diese begrenzte Auflage hat direkte Auswirkungen auf die Verteilung auf die Meisterschaften. Nach aktuellen Schätzungen würden vier Fahrzeuge in die DTM gehen, zwei in die GT-World-Challenge Europe und der Rest in die IMSA-Serie in den USA. Für die Nürburgring-Nordschleife wird Abt vorerst auf den bewährten Huracan GT3 Evo2 statt auf den neuen Temerario setzen.

Für Paul Motorsport mit Lamborghini-Talent Maximilian Paul könnte das bedeuten, dass das Team 2026 nicht mit dem Temerario in der DTM antreten wird. Grasser und Abt scheinen jeweils zwei neue Autos zu bekommen, so dass für das kleinere Dresdner Team nichts mehr übrig bleibt. Neben der begrenzten Verfügbarkeit spielen auch die Kosten und der Markenwert eine Rolle: Lamborghini möchte nicht, dass zwei verschiedene Lamborghini-Modelle gleichzeitig in der DTM fahren.

Bulega ersetzt Márquez in Portimão und Valencia

Debüt der Spitzenklasse

Nicolò Bulega gibt sein MotoGP-Debüt bei den letzten beiden Rennen der Saison. Er stößt zum Ducati Lenovo Team als Ersatz für Marc Márquez. Der portugiesische GP in Portimão (7.-9. November) wird sein erstes Rennen auf der Desmosedici GP sein.

Bulega testete die Desmosedici GP kürzlich auf dem Circuito de Jerez - Angel Nieto. Dabei konnte er seine ersten Erfahrungen mit der Maschine von Ducati Corse sammeln. Für Bulega ist das eine große Chance, aber auch ein Glücksspiel: Er hat wenig Zeit, sich anzupassen.

Was dies für Bulega und Ducati bedeutet

Bulega kommt aus der WorldSBK und dem Supersport. Bei Aruba.it-Racing Ducati war er ein prägender Fahrer in der Klasse der Production Racer und als Testfahrer für Ducati ist er bereits eng mit dem Werk verbunden. Ducati sieht in ihm einen Fahrer, der zur Entwicklung der Desmosedici GP beitragen kann, besonders im Hinblick auf die nächste Saison.

In Portimão gibt es auch einen Meilenstein zu feiern. Das Rennen wird sein 100. Start in der Weltmeisterschaft sein: Bislang ist er 50 Mal in der Moto3 und 49 Mal in der Moto2 gestartet.

  • Mannschaft: Ducati Lenovo Team
  • Ereignisse: GP Portugal (Portimão) und GP Valencia
  • Hintergrund: Supersport-Weltmeister von 2023; aktueller Superbike-Topfahrer

“Es ist der Traum eines jeden Kindes, in der MotoGP zu debütieren; ich werde es ruhig angehen und alles geben.”

Kurzer Lebenslauf und Karriere

Nicolò Bulega (1999, Montecchio Emilia) begann früh mit dem Rennsport. Er gewann nationale Jugendtitel und stieg schnell in die Weltmeisterschaft auf. 2015 trat er erstmals als Wildcard in der Moto3 an. Es folgten volle Saisons in der Moto3 und Moto2.

Im Jahr 2022 verließ er das MotoGP-Fahrerlager und wechselte zu Ducati. Mit dem Team Aruba in der Supersport gewann er 2023 die Weltmeisterschaft. Bei seinem Superbike-Debüt 2024 belegte er auf Anhieb einen starken zweiten Platz in der Gesamtwertung und wiederholte dieses Ergebnis 2025.

Ducati bei der Wahl

Luigi Dall'Igna betonte, dass Bulega seit 2022 Teil der Ducati Familie ist. Ducati hat seine Leistungen in der Supersport und Superbike gesehen und schätzt seine Rolle als Testfahrer. Die Chance, die letzten beiden GPs zu fahren, passt zu seiner weiteren Entwicklung und Vorbereitung auf die Testarbeit mit neuen Reifen im nächsten Jahr, so das Team.

Für die Fans bedeutet das, dass sie in Portimão und Valencia zwei Rennen mit einem jungen, überzeugenden Fahrer auf einer Werksmaschine erleben werden. Bulega hat wenig Erwartungen geäußert. Aber er ist eindeutig motiviert, das Beste aus dieser Chance zu machen.

FIA macht Lawson nach dem GP von Mexiko nicht haftbar

FIA reagiert auf Kritik nach gefährlicher Situation

Die FIA hat erklärt, dass Liam Lawson nach einem Beinahe-Zusammenstoß mit Streckenposten während des Großen Preises von Mexiko keine Schuld trifft. Eine interne Untersuchung ist noch im Gange, aber erste Analysen deuten nicht auf ein fehlerhaftes Fahrverhalten von Lawson hin.

Was geschah

Lawson hatte zu Beginn des Rennens einen Boxenstopp eingelegt und sich deshalb vom Feld gelöst. Während er Trümmerteile auf der Strecke aufnahm, musste er in Kurve 1 zwei Streckenposten ausweichen. Im Auto sagte er, er hätte sie fast umbringen können. Nach dem Rennen bezeichnete er die Situation als inakzeptabel und forderte, dass Maßnahmen ergriffen werden, damit so etwas nicht mehr vorkommt.

Kritik des mexikanischen Motorsportverbands

Der mexikanische Motorsportverband OMDAI veröffentlichte später eine Erklärung, in der er Lawson kritisierte. Sie argumentierten, dass die Streckenposten deutlich sichtbar hätten sein müssen und dass Lawson seine Linie nicht angepasst hätte. Diese Erklärung umfasste 10 Punkte und wurde erst später bekannt. Die FIA hat diese Erklärung nicht offiziell bestätigt.

Eigene Reaktion und Untersuchung der FIA

Die FIA entschuldigt sich bei Lawson für den Vorfall und erklärt, sie führe eine gründliche interne Untersuchung durch. Dabei arbeitet sie mit der OMDAI und dem Team von Lawson zusammen. Das Ziel ist klar: die Sicherheit des Sports zu verbessern.

  • Was die FIA sammelt und untersucht: Telemetrie, Funkverkehr in mehreren Sprachen, Filmmaterial und Verfahren vor Ort.

Was die Telemetrie zeigt

Erste Telemetrie-Analysen zeigen, dass Lawson richtig gebremst hat. Er reagierte auf die doppelte gelbe Flagge, bremste früher als in anderen Runden und fuhr viel langsamer in die Kurve ein als im Renntempo. Die FIA kam daher zu dem Schluss, dass ihn keine Schuld an dem Vorfall trifft.

Schließlich sprach die FIA den Streckenposten und Freiwilligen ihre Anerkennung aus. Ohne sie kann der Sport nicht sicher funktionieren. Vollständige Ergebnisse werden folgen, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist.

Wen sollte Verstappen im Jahr 2026 neben sich haben?

Stand der Dinge

Red Bull hat noch keine endgültige Entscheidung für die drei verbleibenden Plätze im Jahr 2026 getroffen. Nur Max Verstappen ist fix. Der Rest ist umstritten. Es gibt klare Präferenzen und Gegenargumente. Zu den wichtigsten Namen gehören Isack Hadjar, Yuki Tsunoda, Liam Lawson und Arvid Lindblad.

Argumente für Hadjar bei Red Bull

Hadjar hat in diesem Jahr als Rookie beeindruckt. Er war konstant schnell und zeigte gute Qualifying-Leistungen. Das weckte Hoffnungen, dass er Verstappen auf Dauer gut unterstützen könnte. Viele Experten sind der Meinung, dass man ihm jetzt eine Chance in der Stammformation geben sollte. Der Gedanke ist: Gib Hadjar eine ernsthafte Chance und baue zwei Jahre lang um ihn herum.

Kernpunkte pro Hadjar

  • Konstante Geschwindigkeit als Neuling.
  • Hat das Potenzial, sich neben Verstappen zu entwickeln.
  • Eine Beförderung kann das Personal beruhigen, wenn der Plan für zwei Jahre festgelegt wird.

Warum manche Tsunoda oder Lawson behalten wollen

Yuki Tsunoda hat mehr F1-Erfahrung. Das könnte in einer Saison mit neuen Regeln wertvoll sein. Einige Meinungsführer sind der Meinung, dass Tsunoda zunächst eine vollständige Vorbereitung erhalten sollte. Wenn seine Daten unzureichend sind, sollte das zeigen, dass er nicht fit ist. Das wäre ein fairer Weg, um ein endgültiges Urteil zu fällen.

Liam Lawson hat in diesem Jahr nur wenige Chancen in der Königsklasse erhalten. Die Fans sind der Meinung, dass er eine Wiederholung verdient hat. Sie verweisen auf sein Potenzial und die Tatsache, dass er bereits einen schwierigen Start in die Saison hatte. Eine zweite Chance könnte ihm helfen, sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Das Lindblad-Dilemma

Arvid Lindblad ist sehr schnell und hat im freien Training beeindruckt. Einige Experten sind der Meinung, dass er über die mentalen und technischen Qualitäten verfügt, um einen Unterschied zu machen. Ein mögliches Szenario ist, Lindblad zu den Racing Bulls zu schicken, um sich dort weiterzuentwickeln. Wenn er gut abschneidet, könnte er schnell weitermachen.

Probleme beim Ansatz von Red Bull

Viele Kommentatoren weisen auf strukturelle Mängel im Talentmanagement von Red Bull hin. Die Kritik dreht sich zu sehr um kurzfristige Lösungen. Es wurde kein erfahrener freier Mitarbeiter geholt. Es gab falsche Vertragsentscheidungen und einen Mangel an Übersicht. Das Ergebnis ist, dass die Organisation nun mit weniger Optionen dasteht als gewünscht.

Die Empfehlung ist klar: weniger impulsive Veränderungen und ein klarer langfristiger Plan. Red Bull muss entscheiden, ob es zwei komplette A-Teams aus der eigenen Zucht besetzen kann. Wenn das nicht realistisch ist, ist eine andere Strategie gefragt. Zum Beispiel: ein Emporkömmling aus dem eigenen Rennstall und ein erfahrener Fahrer von außen.

Drei Praxisszenarien

Auf der Grundlage der verschiedenen Meinungen gibt es drei gangbare Wege:

  • Beförderung von Hadjar zu Red Bull. Lindblad zu Racing Bulls. Lässt Racing Bulls zwischen Lawson und Tsunoda wählen.
  • Lassen Sie Hadjar ein weiteres Jahr bei den Racing Bulls. Geben Sie Lawson eine zweite Chance in der A-Mannschaft.
  • Geben Sie Tsunoda eine normale Vorsaison und bewerten Sie beide (Tsunoda und Hadjar) zur Saisonmitte neu.

Stellungnahme und Schlussfolgerung

Die am wenigsten riskante Wahl scheint zu sein, Hadjar zu befördern und Lindblad strukturell in der Nachwuchsformation einzusetzen. Lassen wir Racing Bulls entscheiden, wer dort am besten hinpasst, Lawson oder Tsunoda. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Red Bull seinen Ansatz ändert. Weniger Panikfußball und mehr langfristige Planung. So kann die Formation längerfristig wieder stabil werden und Verstappen wird tatsächlich einen unterstützenden Teamkollegen behalten.

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