Für Autoliebhaber ist das Ausland eine wahre Fundgrube. In Deutschland stehen auf Plattformen wie mobile.de und autoscout24.de mehr als eine Million Autos zum Verkauf. Von einem gut gepflegten Youngtimer bis hin zu einer seltenen Ausführung, die in den Niederlanden kaum zu finden ist. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen für ihren nächsten Kauf über die Grenze schauen. Aber wie geht man bei einem solchen Import sinnvoll vor? Wir gehen mit Ihnen die wichtigsten Schritte durch.

Warum der Einkauf im Ausland so attraktiv ist
Der größte Vorteil ist die große Auswahl. Da der Markt in Ländern wie Deutschland und Belgien viel größer ist, findet man dort häufiger genau die Ausführung, Farbe und Ausstattung, die man sucht. Zudem sind die Preise oft günstiger und viele Fahrzeuge sind besser gepflegt. Durch die Abschreibung und eine günstige BPM-Berechnung kann ein Import im Vergleich zu einem vergleichbaren Modell in den Niederlanden zudem eine Ersparnis von mehreren Tausend Euro bedeuten.
Was Sie beachten sollten
Dennoch bedeutet ein Import mehr, als nur ein Auto auszusuchen und zu bezahlen. Wer ein Ein Auto aus dem Ausland importieren Wer ein Auto kaufen möchte, muss sich um den Transport, die BPM-Erklärung, die RDW-Prüfung und die Zulassung kümmern. Auch die Fahrzeughistorie ist wichtig: Lassen Sie im Vorfeld prüfen, ob die Papiere stimmen und ob das Auto keine Vergangenheit hat, die Sie lieber nicht mitkaufen möchten. So vermeiden Sie teure Überraschungen.
Die BPM in Kürze
BPM steht für die Steuer auf Personenkraftwagen und Motorräder. Im Ausland gibt es diese Steuer nicht, daher muss man sie bei der Einfuhr immer angeben, auch wenn der Betrag null Euro beträgt. Die Höhe hängt unter anderem von den CO₂-Emissionen, dem Katalogwert und dem Alter des Fahrzeugs ab. Bei einem Gebrauchtwagen zahlen Sie eine Rest-BPM, die auf der Abschreibung basiert. Es gibt mehrere Berechnungsmethoden, und die richtige Wahl kann einen erheblichen Unterschied bei dem Betrag ausmachen, den Sie letztendlich abführen müssen.
Selbst erledigen oder organisieren lassen?
Sie können den gesamten Prozess selbst in die Hand nehmen, doch das erfordert Zeit, Fachwissen und ein gutes Gespür für die Vorschriften. Viele Menschen entscheiden sich daher dafür, den Transport, die Prüfung und den Papierkram an einen Importeur auszulagern. Ein solcher Spezialist prüft das Fahrzeug, berechnet die niedrigstmögliche BPM und kümmert sich um die Prüfung und Zulassung, oft in einer eigenen Werkstatt. Du musst dann nur noch das Fahrzeug auswählen und die Daten bereitstellen.
Der Prozess in drei Schritten
Im Großen und Ganzen erfolgt ein Import in drei Phasen. Zunächst suchst und wählst du das Auto aus – entweder selbst oder mit Hilfe. Anschließend werden die Kosten berechnet und die BPM geregelt, damit dir keine unerwarteten Kosten entstehen. Zum Schluss folgen der Transport, die Prüfung und die Zulassung. Im Durchschnitt dauert ein solcher Vorgang zwischen einer und drei Wochen, abhängig vom Herkunftsland und dem Transport. Bitte beachten Sie, dass es bei einem Fahrzeug aus einem Land außerhalb der Europäischen Union aufgrund der Zollabfertigung und der Zollformalitäten etwas länger dauern kann.
Aus welchen Ländern wird am meisten importiert?
Die meisten importierten Autos stammen aus unseren Nachbarländern. Deutschland ist dank des riesigen Angebots und der günstigen Preise der mit Abstand beliebteste Lieferant, gefolgt von Belgien. Aber auch aus weiter entfernten Ländern wird in großem Umfang importiert, beispielsweise aus Frankreich, Italien und Spanien. Sogar aus Ländern außerhalb Europas ist ein Import möglich, beispielsweise ein Auto aus Japan oder den Vereinigten Staaten. Bei einem Fahrzeug von außerhalb der Europäischen Union sind jedoch zusätzliche Schritte erforderlich, wie beispielsweise die Zollabfertigung und Zollgebühren. Berücksichtigen Sie dies daher in Ihrem Budget.
Warum die Fahrzeughistorie so wichtig ist
Ein Auto aus dem Ausland kann auf Fotos perfekt aussehen, aber die Geschichte dahinter ist genauso wichtig. Lassen Sie daher überprüfen, ob der Kilometerstand stimmt, ob es Unfallschäden gibt und ob alle Papiere in Ordnung sind. Eine gründliche Überprüfung im Vorfeld verhindert, dass Sie ein Fahrzeug mit einem versteckten Mangel oder unklarer Herkunft kaufen. Gerade bei einem Import ist diese Sicherheit die halbe Miete.
Betrachten Sie das Gesamtbild
Lassen Sie sich nicht allein vom Angebotspreis verleiten. Berücksichtigen Sie auch die Transportkosten, die BPM, die Kosten für die Hauptuntersuchung und die Zulassung, um zu prüfen, ob das Auto wirklich günstiger ist. Mit einer Vorabkalkulation weißt du genau, woran du bist, und kannst beruhigt zuschlagen, wenn du dein Traumauto findest. So wird ein Import aus dem Ausland zu einer cleveren und angenehmen Möglichkeit, an dein nächstes Auto zu kommen.