Lamborghini im Wettlauf mit der Zeit

Produktionsprobleme bedrohen DTM-Pläne

Lamborghini steht unter Druck, den neuen Temerario GT3 vorzustellen. Ursprünglich war geplant, rund 10 Exemplare für die Rennsaison 2026 zu bauen. Inzwischen scheint diese Zahl deutlich niedriger zu sein: Realistisch werden nur sechs bis acht Fahrzeuge erwartet.

Diese begrenzte Auflage hat direkte Auswirkungen auf die Verteilung auf die Meisterschaften. Nach aktuellen Schätzungen würden vier Fahrzeuge in die DTM gehen, zwei in die GT-World-Challenge Europe und der Rest in die IMSA-Serie in den USA. Für die Nürburgring-Nordschleife wird Abt vorerst auf den bewährten Huracan GT3 Evo2 statt auf den neuen Temerario setzen.

Für Paul Motorsport mit Lamborghini-Talent Maximilian Paul könnte das bedeuten, dass das Team 2026 nicht mit dem Temerario in der DTM antreten wird. Grasser und Abt scheinen jeweils zwei neue Autos zu bekommen, so dass für das kleinere Dresdner Team nichts mehr übrig bleibt. Neben der begrenzten Verfügbarkeit spielen auch die Kosten und der Markenwert eine Rolle: Lamborghini möchte nicht, dass zwei verschiedene Lamborghini-Modelle gleichzeitig in der DTM fahren.

Güvens Zukunft nach DTM-Titel ungewiss

Keine unmittelbare Verpflichtung zum Aufenthalt

Ayhancan Güven feierte 2025 einen historischen DTM-Titel und wurde der erste türkische Champion der Serie. Doch der 27-jährige Manthey-Porsche-Pilot hat sich nach der Saison noch nicht festgelegt. Über seine Zukunft wird nach eigener Aussage “in den nächsten Wochen” entschieden, er nennt mehrere Optionen und verweist auf Veränderungen im Motorsport.

Nach dem DTM-Finale hat Güven, soweit wir wissen, kein Interview gegeben, in dem er ankündigte, seinen Titel zu verteidigen. Da stellt sich die Frage: Will er überhaupt in die DTM zurückkehren oder winkt etwas anderes?

Amerika zieht vielleicht ab

Eines der am häufigsten genannten Szenarien spielt sich in den Vereinigten Staaten ab. Aus mehreren Quellen hört man, dass Güven mit einem Programm in der IMSA-Serie in Verbindung gebracht wird. Manthey selbst wird 2026 mit einem Pro-Auto in die IMSA einsteigen, konzentriert sich aber auf den Endurance Cup, also die fünf Langstreckenrennen Daytona, Sebring, Watkins Glen, Road America und Petit Le Mans.

Darüber hinaus wurde Laurin Heinrich als Kandidat für das Porsche-Penske-LMDh-Programm genannt, das nach dem WEC-Einsatz in den USA fortgesetzt wird. AO Racing, das starke Porsche-Team, in dem Heinrich 2025 fuhr und das für sein “Rexy”-Design bekannt ist, ist ebenfalls ein möglicher Arbeitgeber, wenn Güven eine komplette IMSA-Saison fährt.

Formel E: Chance oder Illusion?

Güven stach beim Rookie-Test der Formel E in Berlin trotz seiner mangelnden Formel-Erfahrung hervor. Das schürte sofort Gerüchte über einen Wechsel in die Elektroklasse. Für Güven, der derzeit als Vertragsfahrer auf Honorarbasis bezahlt wird, könnte ein Werkstitel in der Formel E attraktiv sein.

Doch die Plätze bei Porsche sind bereits weitgehend besetzt. Pascal Wehrlein und Nico Müller sind für das Werksteam bestätigt. Auch die Fahrer bei Andretti (Jake Dennis und Felipe Drugovich) und Kiro-Cupra (Dan Ticktum und Pepe Marti) sind bekannt. Diese Zusammensetzung lässt wenig Raum für einen zusätzlichen Platz bei diesen Teams.

  • Mögliche Optionen für Güven im Jahr 2026: IMSA Endurance Kampagne mit Manthey.
  • Volle IMSA-Saison für AO Racing (Rexy-Team).
  • Ein Werkstitel in der Formel E - derzeit unwahrscheinlich aufgrund der besetzten Plätze.
  • In der DTM zu bleiben und seinen Titel zu verteidigen.

Was bedeutet das für die DTM?

Güven wird auch von Red Bull unterstützt. Bei Porsche hört es sich so an, als könne man sich für Güven auch andere Aufgaben als nur die DTM vorstellen, vor allem im Gegensatz zu einem Fahrer wie Thomas Preining, dessen Qualitäten am besten in der eher traditionellen DTM mit einem Fahrer pro Auto zur Geltung kommen. Das erhöht die Chancen, dass die Serie ihren neuen Champion verliert.

Damit könnte die DTM 2026 nicht nur mit dem Abgang von Rene Rast, sondern möglicherweise auch mit dem des amtierenden Meisters konfrontiert sein. Eine endgültige Entscheidung von Güven ist noch nicht gefallen, Klarheit ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

Bortolotti möglicherweise von Abt zu Grasser

Abschied vom Huracan und die Zukunft von Grasser

Nach der Saison in Barcelona schrieb Gottfried Grasser, dass er stolz auf die letzte Leistung mit dem Huracan war und dass es Zeit für einen Wechsel ist. Er bestätigte gegenüber der Presse, dass das Team 2026 einen neuen Autotyp fahren wird, sagte aber nicht explizit, dass Grasser bei Lamborghini bleiben wird.

Der Huracan soll 2026 durch den Temerario abgelöst werden. Für Grasser ist nicht nur die Wahl des Autos wichtig, sondern auch das dazugehörige Fahrerpaket: Es muss eine Kombination sein, mit der das Team wieder um Siege und Titel kämpfen kann.

Gerüchte über finanzielle Unterstützung und die Rolle Bortolottis

Seit einiger Zeit kursieren Gerüchte, dass das ehemalige Audi-Team Abt nach seinem Wechsel zu Lamborghini zusätzliche Unterstützung erhalten soll. Die Rede ist von einer Summe von rund einer Million Euro pro Jahr, womit etwa ein Drittel des Budgets für ein DTM-Zwei-Wagen-Programm abgedeckt werden könnte. Andere Lamborghini-Teams würden davon nicht in gleichem Maße profitieren, heißt es.

Lamborghini teilt mit, dass es die Teams mit Teilen und wirtschaftlichen Instrumenten unterstützt, wobei es betont, dass es dies so ausgewogen wie möglich tut. Zugleich wird diese angebliche finanzielle Unterstützung nicht offen bestätigt.

In dieses Spannungsfeld kommt Mirko Bortolotti als möglicher Schlüsselspieler. Bortolotti gilt als einer der stärksten GT3-Piloten von Lamborghini und gewann in diesem Jahr mit Grasser die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Allerdings fährt er seit letztem Jahr für Abt und erlebte eine schwierige DTM-Saison: Sein bestes Ergebnis war der sechste Platz auf dem Lausitzring, in der Meisterschaft belegte er Rang 14.

Grasser hat in dieser Saison mit Jordan Pepper hervorragende Leistungen erbracht: drei Pole-Positions, ein Sieg und bis zum Schluss um die Meisterschaft gekämpft. Mit dem Abgang von Pepper zu BMW klafft eine deutliche Lücke im Aufgebot. Bei Lamborghini gibt es, abgesehen von Bortolotti, kaum jemanden, der diese Rolle sofort übernehmen kann.

Gerüchten zufolge möchte Lamborghini verhindern, dass das Team der Marke Grasser zu einem anderen Konstrukteur wechselt. Ein möglicher Schritt wäre der Wechsel von Bortolotti von Abt zu Grasser im Jahr 2026. Dies würde Grasser einen Top-Fahrer bescheren und die Chancen der Markenbindung erhöhen.

Für Abt wäre der Weggang von Bortolotti ein schwerer Schlag. Sportdirektor Martin Tomczyk reagierte nach der Saison mit dem Versprechen, dass Abt 2026 in gewohnter Stärke zurückkehren wird. Wie die Fahrerwahl letztlich ausfällt, bleibt vorerst abzuwarten.

  • Grasser verabschiedet sich vom Huracan und sucht nach einem neuen Paket für 2026
  • Gerüchte über eine Unterstützung von ca. 1 Million Euro für Abt kursieren
  • Mirko Bortolotti ist ein möglicher Transfer zu Grasser, um die Marke zu erhalten
  • Jordan Pepper wechselt voraussichtlich zu BMW, Grasser braucht einen Fahrer
  • Abbot sagt, er wolle 2026 stark zurückkommen

Der neue Mercedes-AMG GT3

Was zeigen die Testbilder?

Mercedes-AMG hat erstmals Bilder des Concept AMG GT Track Sport bei Testfahrten auf der Rennstrecke veröffentlicht. Die Bilder zeigen einen stark getarnten Boliden, der an die Testfahrten am Bilster Berg erinnert. In der Presseerklärung spricht Mercedes von ‘ersten fahrdynamischen Herausforderungen’ und bezeichnet das Fahrzeug als Konzept, nicht als finales Rennfahrzeug.

Interessanterweise trägt das Testfahrzeug ähnliche Teile wie das zukünftige Modell, zeigt aber gleichzeitig noch viele Elemente des aktuellen GT3-Modells. Das passt zu einem sogenannten Mule Car: ein Testfahrzeug, das neue Komponenten mit bekannten kombiniert.

Engineering, Maultierauto und Aussehen

Wie aus Kreisen von Mercedes-AMG verlautet, arbeitet die Affalterbach Racing GmbH an einem Nachfolger des Mercedes-AMG GT3. Dieses Projekt begann, nachdem HWA die Konstruktion und Entwicklung nicht mehr übernehmen wollte. Man geht von einem V8-Turbomotor und einem Vollcarbon-Monocoque für das neue Auto aus.

Ein Insider bezeichnete das Testfahrzeug als “Frankenstein-Auto” - nicht als Schimpfwort, sondern als technische Beschreibung: eine Mischung aus alt und neu. Das Dach, die Fenster und die Außenspiegel zum Beispiel sehen dem aktuellen Modell sehr ähnlich, aber die Bugpartie unterscheidet sich deutlich. Der Kühlergrill ist viel kleiner und der Frontsplitter hat eine andere Struktur. Die Motorhaube zeigt jetzt einen Lufteinlass, wo vorher ein Auspuff war; dies deutet auf die Luftzufuhr zu einem oberen Turbolader hin.

Mercedes selbst betont, dass das Konzept auf maximale Fahrdynamik, intelligenten Leichtbau und optimierte Gewichtsverteilung setzt. Der Hersteller spricht auch von ‚AMG-typischer V8-Antennentechnik’ und einem komplexen Aerodynamik-Design.

  • Entwicklung durch: Affalterbach Racing GmbH
  • Angetrieben von: V8-Turbomotor (AMG)
  • Fahrwerk: Vollcarbon-Monocoque
  • Testläufe: sichtbar auf Strecken wie dem Bilster Berg

Planung und Erklärungen zur Führung

Mercedes-amg sieht 2026 als reines Entwicklungsjahr. Eine Auslieferung an Kundenteams im Jahr 2027 gilt als ambitioniert, 2028 klingt realistischer. Thomas Jäger, verantwortlich für die DTM-Aktivitäten bei Mercedes-AMG, sagt, dass es sich um ein Konzept handelt, das Mercedes zu gegebener Zeit enthüllen wird: «Bis dahin halten wir die Spannung aufrecht.»

Michael Schiebe, der demnächst als Vorstand für Produktion, Qualität und Supply-Chain zur Mercedes-Benz AG wechseln wird, lobte das Team und sagte über das Konzept: «Die Zukunft wird extrem sein.» Mercedes betonte, dass die Tests dazu dienen, Systeme und komplexe Komponenten unter harten Bedingungen zu validieren, ohne weitere Details zu verraten.

Kurz gesagt, die veröffentlichten Fotos zeigen einen klaren Schritt in Richtung eines neuen GT3-Autos, aber vorerst bleibt es ein Prototyp mit sowohl bestehenden als auch neuen Teilen. Erwarten Sie noch keine endgültigen Spezifikationen, bis Mercedes seine Pläne vollständig offenlegt.

Rast und die unglückselige Spitzkehre

Der Unfall in Hockenheim und ein schmerzliches Echo

Rene Rast verlor beim jüngsten DTM-Finale in Hockenheim einen möglichen vierten Titel, nachdem er in der ersten Runde in eine Kettenreaktion in der Spitzkehre verwickelt wurde. Diese Kurve scheint sich immer wieder gegen ihn zu wenden: Die gleiche Stelle kostete ihn zu Beginn seiner Karriere ebenfalls eine Meisterschaft.

In Hockenheim kam Rast als Unfallopfer aus der ersten Runde, sein Auto war zu stark beschädigt, um weiterzufahren. Damit waren seine Meisterschaftschancen auf einen Schlag dahin.

Was genau geschah im Jahr 2006?

2006 ging Rast im Seat Leon Cup an den Start und startete als Meisterschaftsführender aus der ersten Reihe auf abtrocknender Strecke in das letzte Rennwochenende. Wie schon in Hockenheim ging es in der ersten Runde schief: Titelverteidiger Thomas Marschall traf Erik Janis, woraufhin Janis erneut mit Rast kollidierte. Rast musste das Rennen aufgeben, da sein Auto zu stark beschädigt war.

Die Rennleitung wies auf Erik Janis als Schuldigen hin und sprach ihm eine Strafe zu. Florian Gruber, der als Dritter der Meisterschaft ins Ziel kam, nutzte dies aus und holte sich mit einem zufriedenstellenden Ergebnis die Meisterschaft. Rast wurde in dieser Saison mit drei Siegen Zweiter und verpasste den Titel schließlich nur um drei Punkte.

  • Saison: 2006, Seat Leon Cup - Titelverlust durch Zwischenfall in Spitzkehre
  • Beteiligte Fahrer: Rene Rast, Thomas Marschall, Erik Janis, Florian Gruber
  • Ergebnisse: Janis als Täter bestraft; Gruber begünstigt
  • Rast: drei Saisonsiege, zwei Punkte Rückstand auf die Spitze

Rückschlag führte schließlich zum Durchbruch

Nach dieser Enttäuschung machte Rast dort weiter, wo er aufgehört hatte. Im Jahr 2007 wechselte er in den Porsche Carrera Cup Deutschland. Ein Jahr später gewann er den Titel in dieser Serie. Zwischen 2010 und 2012 machte er sich im Porsche Supercup mit drei Titeln in Folge einen Namen.

Trotz seiner Erfolge bei Porsche musste Rast auch Rückschläge hinnehmen: BMW und Audi sahen ihn zunächst nicht als DTM-Kandidaten. Erst 2016 gab er in Zandvoort aufgrund einer Verletzung von Adrien Tambay sein DTM-Debüt, ein Jahr später holte er in seinem Rookie-Jahr seinen ersten DTM-Titel.

Die Parallele zwischen 2006 und dem jüngsten Vorfall in Hockenheim zeigt, wie eine Wende in einer Runde Karrieren verändern kann. Für Rast blieb es letztlich ein Weg mit tiefen Rückschlägen, aber auch mit einem starken Comeback und später großen Erfolgen.

DTM 2025: Saison als Hollywood-Krimi

Ein Finale, das wie ein Film aussieht

Das Finale der DTM 2025 hatte alle Zutaten eines Kinofilms: sieben Titelanwärter und eine Entscheidung erst vier Kurven vor Schluss. Manthey-Porsche-Pilot Ayhancan Güven nannte den Ausgang unmittelbar nach der Zieldurchfahrt fast unglaublich. Für viele Fans fühlte es sich an wie eine Szene aus einem Hollywood-Drehbuch.

Der offizielle jährliche Film

Die DTM hat nun die Saison selbst gefilmt. Die Kurzproduktion heißt “DTM 2025: The Movie - A Season Like No Other” und dauert weniger als zehn Minuten. Dabei handelt es sich nicht um eine Standard-Zusammenfassung: Mit spannenden Schnitten und spektakulären Aufnahmen werden die wichtigsten Handlungsstränge in den Fokus gerückt. Dabei wagen sich einige Fahrer in witzige Schauspielrollen und zeigen sich von einer anderen Seite, als man es mit Helm und Visier gewohnt ist.

Güven, Porsche und andere Fakten

Im Mittelpunkt steht Ayhancan Güven: Der 27-jährige Porsche-Pilot gewann in dieser Saison fünf Rennen und krönte sich zum Champion, obwohl er zuvor noch nie ein DTM-Rennen gewonnen hatte. Damit ist er der erste Meister vom Bosporus in der Serie. Für Porsche und das Team Manthey ist es der zweite DTM-Titel nach Thomas Preining im Jahr 2023.

  • Sie sind sieben verschiedene Saisonsieger: Ayhancan Güven, Thomas Preining, Lucas Auer, Rene Rast, Jordan Pepper, Jack Aitken und Ricardo Feller.
  • Porsche war mit insgesamt sechs Siegen die erfolgreichste Marke.
  • Lucas Auer war der konstanteste Fahrer: Er punktete in allen Rennen.
  • Im Laufe der Saison standen fünf verschiedene Fahrer an der Spitze der Rangliste.

In der Saison wechselten die Führenden häufig: Auer lag die meiste Zeit an der Spitze, Pepper übernahm nach dem ersten Wochenende kurzzeitig die Führung, Aitken lag zweimal an der Spitze und auch Rast war eine Zeit lang in Führung. Am Ende stürmte Güven an die Spitze und entschied den Titel.

Der Film schließt mit einer kleinen erzählerischen Wendung: Ein getarnter Fremder mit einer auffälligen Tasche taucht immer wieder auf, und erst am Ende wird verraten, wer es ist. Damit fängt die Inszenierung die Mischung aus Drama, Wettbewerb und einer Prise Humor ein, die die Saison geprägt hat.

Porsche dementiert Manthey-Verkauf

Porsche bestätigt: Manthey wird bleiben

Porsche hat jetzt offiziell Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Manthey dementiert. Ein Sprecher sagt, die Berichte entbehrten jeder Grundlage und ein Verkauf sei nicht geplant. Damit scheint die 51-prozentige Beteiligung von Porsche an der Manthey Racing GmbH gesichert.

Warum kam das Dementi erst später?

Letzte Woche hat sich Porsche nicht direkt geäußert und um Verständnis gebeten, dass man sich nicht zu Spekulationen äußern möchte. Die Zurückhaltung ist zum Teil auf die Tatsache zurückzuführen, dass Porsche ein börsennotiertes Unternehmen ist. Bei börsensensiblen Informationen muss ein Unternehmen sehr vorsichtig kommunizieren, um den Markt nicht zu manipulieren oder die Anleger in die Irre zu führen.

Gleichzeitig unterzieht Porsche sein Beteiligungsportfolio einer laufenden Überprüfung. Aufgrund eines starken Gewinneinbruchs in diesem Jahr und des angekündigten Ausscheidens einiger Mitarbeiter überprüfte Porsche alle Beteiligungen auf ihre Rolle und Nützlichkeit. Dies erklärt, warum ein sofortiges Dementi einige Zeit in Anspruch nahm.

Was bedeutet Manthey für Porsche?

Manthey ist für Porsche weit mehr als nur ein externer Rennstall. Das Unternehmen mit Sitz am Nürburgring bietet unter anderem:

  • Porsche Track Experience und gebrandete Pokale,
  • Wartung, Konstruktion und Endmontage von Porsche-Rennwagen,
  • Lieferung und logistische Unterstützung der Rennabteilung.

Die Partnerschaft ist tief verwurzelt. Manthey wurde 1996 von Olaf Manthey gegründet. Im Jahr 2013 fusionierte Manthey mit Raeder Automotive und seither sind Martin und Nicolas Raeder Miteigentümer und Geschäftsführer. Porsche ist seit der Fusion Anteilseigner. Olaf Manthey ist weiterhin als Berater und Gesellschafter aktiv.

Angesichts dieser engen Beziehung hätte ein Verkauf deutliche Auswirkungen auf das Rennsportgeschäft von Porsche gehabt. Mit dem offiziellen Wort scheint nun alles klar: Manthey bleibt vorerst der verlängerte Arm von Porsche im Rennsport.

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