Mexikanische Liga kritisiert Lawson nach Vorfall mit Streckenposten

OMDAI verschärft Diskussion über Streckenposten auf der Strecke

Der mexikanische Motorsportverband OMDAI hat Liam Lawson offen in Frage gestellt. Dabei ging es um die Situation während der zweiten Runde des Großen Preises von Mexiko. Lawson kam gerade aus der Boxengasse und überholte Streckenposten, die auf der Strecke aufräumten.

Im Teamradio reagierte Lawson schockiert. Unmittelbar nach dem Vorfall sagte er, er hätte sie töten können. Später bezeichnete er die Situation in den Medien als “inakzeptabel”. Berichten zufolge entschuldigte sich die FIA anschließend bei Lawson.

Was sagt der OMDAI?

OMDAI veröffentlichte daraufhin eine ausführliche Zehn-Punkte-Erklärung. Dazu gehören auch Bilder von Lawsons Bordkamera. Der Verband verteidigt die Arbeit der Streckenposten. Die OMDAI argumentiert, dass sie auf der Strecke gebraucht wurden, um die Sicherheit der anderen Fahrer zu gewährleisten.

Darüber hinaus betont die OMDAI die Regeln rund um das doppelt gewellte Gelb. Nach diesen Regeln muss ein Fahrer seine Geschwindigkeit deutlich reduzieren, nicht überholen und bereit sein, die Richtung zu ändern oder anzuhalten. Die OMDAI erklärt, Racing Bulls habe Lawson über die doppelt geschwenkten gelben Flaggen informiert.

Der Verband schreibt außerdem in Großbuchstaben, dass die Streckenposten deutlich sichtbar hätten sein müssen. Die OMDAI berichtet weiter, dass Lawson seine Linie nicht unterbrochen hat, während Streckenposten auf der Strecke anwesend waren. Dies könnte als impliziter Vorwurf der Nichteinhaltung der Regeln verstanden werden.

Bild und Bewertung des Vorfalls

Das verfügbare Material an Bord zeigt, dass Lawson seine Geschwindigkeit reduzierte. Das Filmmaterial zeigt auch, dass er bereit war, anzuhalten. Er wich nicht wesentlich von seiner Ideallinie ab, sondern fuhr mit geringer Geschwindigkeit und kam den Streckenposten nie nahe genug, um sie zu berühren.

Die Rennkommissare haben keine offizielle Strafe oder Untersuchung gegen Lawson eingeleitet. Die Stewards, darunter auch der mexikanische Vertreter Fernando Alfonso Oros Trigueros von der FEMADAC, sahen offenbar keinen Grund für weitere Maßnahmen. Die Tatsache, dass sich die FIA-Beamten entschuldigten, bestärkte sie in dieser Ansicht.

Was bedeutet die Erklärung von OMDAI?

Die Erklärung der OMDAI deutet auf eine andere Lesart der Ereignisse hin. Dies setzt die FIA zusätzlich unter Druck. Der Weltverband untersucht den Vorfall noch und hat seine Schlussfolgerungen noch nicht veröffentlicht.

  • OMDAI verteidigt die Anwesenheit von Streckenposten auf der Rennstrecke.
  • Der Verband weist auf die Bedeutung von doppelt gewelltem Gelb hin: Geschwindigkeit reduzieren und zum Anhalten bereit sein.
  • OMDAI argumentiert, dass Lawson seine Linie nicht unterbrochen habe und dass die Marshalls hätten sichtbar sein müssen.
  • Die Aufnahmen an Bord zeigen, dass Lawson langsamer wurde und nicht in gefährliche Nähe zu den Marshalls kam.
  • Die FIA untersucht den Vorfall und sollte nun Klarheit schaffen.

Die Angelegenheit ist damit nicht erledigt. Der Schritt der OMDAI ist eine klare Eskalation. Die FIA steht vor der Aufgabe, die Fakten klar darzustellen und Unklarheiten zu beseitigen.

Alex Marquez gibt Gresini den Titel eines unabhängigen Teams

Sepang: Heißer Kampf und ein wichtiger Sieg

Alex Marquez gewann den Großen Preis von Malaysia in Sepang und sicherte Gresini damit den Titel des unabhängigen Teams. Auf dem harten Asphalt mit Rundenzeiten und Temperaturen, die einen starken Reifenverschleiß verursachten, behielt Marquez einen kühlen Kopf und fuhr von Anfang an ein intelligentes Rennen. Fermin Aldeguer kam nach einem schweren Sturz nicht ins Ziel, beendete die Saison aber dennoch in den Top Ten der Meisterschaft.

Podiumsplätze und herausragende Leistungen

Joan Mir kletterte für Honda HRC Castrol auf das Podium. Mir rutschte in der zweiten Hälfte des Rennens durch das Feld und schnappte sich schließlich P3, eine Belohnung für die harte Arbeit des Teams und ein klarer Schritt nach vorne für Honda. Luca Marini kämpfte sich nach einem frühen Fehler auf P8 zurück, während Fabio Quartararo für Monster Energy Yamaha solide fuhr und die Ziellinie als Fünfter überquerte. Alex Rins versuchte vor allem, die Reifen zu schonen und kam auf P13 ins Ziel.

  • Der Sieger: Alex Marquez (Gresini) - unabhängiger Mannschaftstitel für Gresini
  • Joan Mir (Honda) nach starkem Überholmanöver auf dem Podium
  • Francesco Bagnaia (Ducati) muss mit einem platten Hinterreifen aufgeben
  • Enea Bastianini stürmte von P19 auf P7; Pol Espargaro stürzte früh

Ducati Lenovo musste einen Rückschlag hinnehmen, als Francesco Bagnaia drei Runden vor Schluss an die Box kommen musste und das Rennen wegen eines Hinterreifenschadens nicht beenden konnte. Das Ergebnis ändert nichts an der Tatsache, dass Ducati in diesem Jahr bereits wichtige Titel gewonnen hat, aber es war eine bittere Art, ein starkes Rennen zu beenden.

Teams, Neulinge und Tests

Red Bull KTM Tech3 hatte dank Enea Bastianini, der mehrere Plätze gutmachte und Siebter wurde, Grund zum Optimismus. Pol Espargaro zeigte einen guten Speed, stürzte aber in Runde fünf. Aprilia tat sich in Sepang schwer: Marco Bezzecchi kam nicht über Platz 11 hinaus und Lorenzo Savadori blieb knapp außerhalb der Punkteränge.

Yamaha Factory Racing nutzte das Rennen, um weitere Daten mit dem V4-Prototypen zu sammeln. Wildcard-Pilot Augusto Fernández fuhr alle 20 Runden und kam auf P18 ins Ziel. Für Prima Pramac Yamaha verlief das Wochenende enttäuschend: Jack Miller holte mit P14 zwei Punkte und Miguel Oliveira erholte sich nach einem Sturz und belegte P19.

Ergebnisse und Ausblick

Der Zermürbungskampf in Sepang war auch ein Test für das Reifenmanagement und die Kühlung. Viele Fahrer mussten das Tempo drosseln, um die Ziellinie zu erreichen. Nach zwei Grands Prix geht es nun zurück nach Europa. In zwei Wochen wird der Kampf in Portimão auf dem Autodromo Internacional do Algarve fortgesetzt.

“Heute habe ich meine Herangehensweise am Start geändert und das hat den Unterschied gemacht; wir wurden das beste unabhängige Team von der Spitze des Podiums.”

Formel E erwägt wettbewerbsfähiges Format für Rookie-Test

Wie lautet der Vorschlag?

Die Formel E und die FIA erwägen ernsthaft ein Wettbewerbselement im jährlichen Rookie-Test. Der Test wird im März der nächsten Saison in Jarama stattfinden. Die Teams müssen zwei Fahrer einsetzen, die noch nicht an einer echten Meisterschaft teilgenommen haben.

Wie würde sie aussehen?

Der Plan sieht vor, das aktuelle Qualifying-Format als Beispiel zu verwenden. Man denke an ein Gruppenqualifying mit anschließendem Zweikampf zwischen den Fahrern. Die geplanten sechs Stunden Testzeit würden teilweise geteilt und ein Teil für ein solches Qualifying reserviert.

Warum wird dies vorgeschlagen?

Es gibt mehrere Gründe, dies in Betracht zu ziehen. Der derzeitige sechsstündige Test stößt auf wenig öffentliches Interesse. Nur wenige Medien bleiben einen weiteren Tag, um den Test zu verfolgen. Außerdem wollen die Teams ihre Neulinge unter Bedingungen testen, die dem echten Rennstress ähneln. Gen3-Gruppenrennen und das Fahren auf temporären Straßenkursen erfordern besondere Fähigkeiten. Daher spielen Erfahrung und etablierte Fahrer eine große Rolle. Gleichzeitig wächst die Überzeugung, dass junge Talente aus der Formel 2 und der Formel 3 für die Gen4 bereit sind.

Der Standpunkt von Nissan

Dorian Boisdron, Renndirektor bei Nissan, sagt, dass Erfahrung in der Formel E entscheidend ist, und er glaubt, dass die Teams neue Talente für die kommende Gen4-Periode einbringen sollten. Seiner Meinung nach hilft ein Test im Stil eines Qualifyings, Rookies in einem realistischeren Formel-E-Kontext zu beurteilen. Das macht es für Teams und Fahrer einfacher, gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.

Rückschläge aus dem Fahrerlager

Nicht alle sind begeistert. Andretti-Teamchef Roger Griffiths warnt, dass der Wettbewerb vielleicht nicht der richtige Schwerpunkt ist. Er weist darauf hin, dass viele Rookies bereits in der F2 oder F3 antreten. Griffiths zufolge sollte der Rookie-Test in erster Linie eine Lernumgebung sein. Die Fahrer müssen sich an die Zusammenarbeit mit den Herstellern und Ingenieuren gewöhnen. Seiner Meinung nach ist der Wettbewerbsstress anderswo besser aufgehoben.

Praktische Implikationen

Wenn sich die neue Abstimmung durchsetzt, wird sie vor allem das Format des Testtages verändern. Die Teams werden einen klareren Maßstab für die Leistung der Fahrer im Qualifying haben. Gleichzeitig könnte die Bedeutung einer guten Abstimmung und der Bereitschaft des Teams an diesem einen Wettbewerbstag zunehmen.

  • Vorteile: bessere Beurteilung von Neulingen, realistischere Rennbedingungen, Sichtbarkeit von Talenten.
  • Nachteile: Weniger Fokus auf die Lernarbeit mit Ingenieuren, zusätzlicher Druck auf junge Fahrer, möglicherweise höheres Risiko von Zwischenfällen während der Prüfung.

Wie geht es weiter?

Es gibt bereits Sondierungsgespräche mit Teams und Herstellern. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Jarama ist als Austragungsort im März geplant. Teams und Organisation halten sich die Optionen offen und wägen das Für und Wider ab.

Güvens Zukunft nach DTM-Titel ungewiss

Keine unmittelbare Verpflichtung zum Aufenthalt

Ayhancan Güven feierte 2025 einen historischen DTM-Titel und wurde der erste türkische Champion der Serie. Doch der 27-jährige Manthey-Porsche-Pilot hat sich nach der Saison noch nicht festgelegt. Über seine Zukunft wird nach eigener Aussage “in den nächsten Wochen” entschieden, er nennt mehrere Optionen und verweist auf Veränderungen im Motorsport.

Nach dem DTM-Finale hat Güven, soweit wir wissen, kein Interview gegeben, in dem er ankündigte, seinen Titel zu verteidigen. Da stellt sich die Frage: Will er überhaupt in die DTM zurückkehren oder winkt etwas anderes?

Amerika zieht vielleicht ab

Eines der am häufigsten genannten Szenarien spielt sich in den Vereinigten Staaten ab. Aus mehreren Quellen hört man, dass Güven mit einem Programm in der IMSA-Serie in Verbindung gebracht wird. Manthey selbst wird 2026 mit einem Pro-Auto in die IMSA einsteigen, konzentriert sich aber auf den Endurance Cup, also die fünf Langstreckenrennen Daytona, Sebring, Watkins Glen, Road America und Petit Le Mans.

Darüber hinaus wurde Laurin Heinrich als Kandidat für das Porsche-Penske-LMDh-Programm genannt, das nach dem WEC-Einsatz in den USA fortgesetzt wird. AO Racing, das starke Porsche-Team, in dem Heinrich 2025 fuhr und das für sein “Rexy”-Design bekannt ist, ist ebenfalls ein möglicher Arbeitgeber, wenn Güven eine komplette IMSA-Saison fährt.

Formel E: Chance oder Illusion?

Güven stach beim Rookie-Test der Formel E in Berlin trotz seiner mangelnden Formel-Erfahrung hervor. Das schürte sofort Gerüchte über einen Wechsel in die Elektroklasse. Für Güven, der derzeit als Vertragsfahrer auf Honorarbasis bezahlt wird, könnte ein Werkstitel in der Formel E attraktiv sein.

Doch die Plätze bei Porsche sind bereits weitgehend besetzt. Pascal Wehrlein und Nico Müller sind für das Werksteam bestätigt. Auch die Fahrer bei Andretti (Jake Dennis und Felipe Drugovich) und Kiro-Cupra (Dan Ticktum und Pepe Marti) sind bekannt. Diese Zusammensetzung lässt wenig Raum für einen zusätzlichen Platz bei diesen Teams.

  • Mögliche Optionen für Güven im Jahr 2026: IMSA Endurance Kampagne mit Manthey.
  • Volle IMSA-Saison für AO Racing (Rexy-Team).
  • Ein Werkstitel in der Formel E - derzeit unwahrscheinlich aufgrund der besetzten Plätze.
  • In der DTM zu bleiben und seinen Titel zu verteidigen.

Was bedeutet das für die DTM?

Güven wird auch von Red Bull unterstützt. Bei Porsche hört es sich so an, als könne man sich für Güven auch andere Aufgaben als nur die DTM vorstellen, vor allem im Gegensatz zu einem Fahrer wie Thomas Preining, dessen Qualitäten am besten in der eher traditionellen DTM mit einem Fahrer pro Auto zur Geltung kommen. Das erhöht die Chancen, dass die Serie ihren neuen Champion verliert.

Damit könnte die DTM 2026 nicht nur mit dem Abgang von Rene Rast, sondern möglicherweise auch mit dem des amtierenden Meisters konfrontiert sein. Eine endgültige Entscheidung von Güven ist noch nicht gefallen, Klarheit ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

Frauen-Formel-E-Test in Valencia: Wer ist dabei?

Der Valencia-Test in Kürze

Am Freitag findet in Valencia der zweite Frauentest der Formel E statt. Es ist die letzte Gelegenheit, die Gen3Evo-Autos vor der Saison zu testen. In fünf Wochen wird die Saison in São Paulo beginnen. Vier Teams werden beide Autos einsetzen, so dass der Test insgesamt 14 Autos umfasst.

Warum dieser Test wichtig ist

Die Teams haben in der Formel E nur wenige Testtage, daher ist jede Minute auf der Strecke wertvoll. Nissan zum Beispiel nutzt den Tag, um Setups zu verfeinern und Teile für das erste Rennen abzustimmen. Abbi Pulling spielt dabei eine große Rolle. Sie hat bereits mit Nissans neuem Simulator in Viry Chatillon gearbeitet und hilft nun bei den letzten Tests im Auto.

Bemerkenswerte Teilnehmer und Hintergründe

Die Teilnehmerliste vereint erfahrene Tester mit jungen Talenten aus allen möglichen Serien. Einige Namen, die man sich merken sollte:

  • Abbi Pulling (Nissan) - hat letztes Jahr die erste Frauenprüfung in Jarama gewonnen.
  • Jamie Chadwick (Jaguar) - hat bereits mehrere Tests für Jaguar durchgeführt und verfügt über viel Erfahrung.
  • Alice Powell (Envision) - eine erfahrene Formulierungs- und Prüfspezialistin.
  • Lindsay Brewer (DS Penske) - fuhr in der vergangenen Saison in der Lamborghini Super Trofeo US und in der Indy NXT. Sie kam durch eine Empfehlung ins Spiel und wollte unbedingt Erfahrungen in der Formel E sammeln.
  • Marta García (Lola Yamaha Abt) - 2023 F1 Academy Champion und mit Valencia als Heimstrecke vertraut.
  • Juju Noda (Jaguar) - fährt in der Super Formula und sucht nach weiteren Erfahrungen mit elektrischer Renntechnologie und Technik.
  • Janina Schall und Gabriela Jílková (Porsche) - von der GT4- in die Elektroklasse für Testkilometer.
  • Tatiana Calderón (Citroën), Bianca Bustamante (Cupra Kiro), Nerea Martí (Andretti), Chloe Chambers (Mahindra) und andere vervollständigen das Feld.

Detaillierte Angaben pro Teilnehmer

Lindsay Brewer ist in dieser Saison im Lamborghini Cup aktiv und rangiert in ihrer Klasse ganz oben. Sie schätzt die Einladung und bezeichnet die Nachhaltigkeit und Strategie in der Formel E als positiv. Marta García kehrt nach früheren Testfahrten zurück und möchte sich in der nächsten Saison in die Entwicklung einbringen. Juju Noda erwartet, viel von den Ingenieuren zu lernen und sieht den Test als technische Herausforderung.

Vollständige Liste der Teilnehmer

An dem Test nehmen Vertreter von 10 Teams teil. Nachstehend finden Sie die vollständige Liste der angekündigten Kombinationen:

  • Jaguar: Jamie Chadwick / Juju Noda
  • Vorstellung: Ella Lloyd / Alice Powell
  • Mahindra: Chloe Chambers
  • Nissan: Abbi Pulling
  • Citroën: Tatiana Calderón
  • DS Penske: Jess Edgar / Lindsay Brewer
  • Lola Yamaha Abt: Marta García
  • Porsche: Gabriela Jílková / Janina Schall
  • Andretti: Nerea Martí
  • Cupra Kiro: Bianca Bustamante

Was dies für den Sport bedeutet

Der Test ist mehr als ein Fahrtag. Es ist eine Chance für Fahrerinnen, Erfahrungen im Elektroauto-Rennsport zu sammeln. Die Teams sammeln Daten, verbessern ihre Systeme und bereiten sich auf São Paulo vor. Für viele Fahrerinnen ist es auch eine Visitenkarte für eine feste Rolle in der Klasse.

Kurzum, Valencia bietet eine Mischung aus Entwicklung, Wettbewerb und Gelegenheit. Der Test könnte Türen für die nächste Saison öffnen.

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