27. November 2025 | Formel 1
Was in Las Vegas geschah
McLaren hat nach dem Grand Prix von Las Vegas eine Erklärung abgegeben. Beide Autos des Teams wurden disqualifiziert. Die Platte unter dem Boden wies zu starken Verschleiß auf. Dadurch wurden Lando Norris und Oscar Piastri nicht in die Wertung aufgenommen.
Auf dem Papier belegte Norris den zweiten Platz und Piastri den vierten. Durch die Disqualifikation verlor Norris die sechs Punkte, die er auf Piastri hätte gutmachen können. Dadurch konnte Max Verstappen im Kampf um den zweiten Platz mit Piastri gleichziehen. Der Vorsprung von Norris auf Verstappen schrumpfte von 42 auf 24 Punkte.
Hauptursache: Porpoising und ein defekter Sensor
McLaren sagt, dass aerodynamische Schwingungen, auch bekannt als Porpoising, zu vorzeitigem Verschleiß der Platte geführt haben. Diese vertikalen Schwingungen waren größer als erwartet. Die Teams hatten in Vegas nur wenig Zeit für Trockentraining. Daher hatte McLaren dieses Ausmaß an Porpoising nicht vorhergesehen.
Außerdem verlor McLaren einen Sensor an Piastris Auto. Dieser Sensor misst, wie nah das Auto dem Asphalt kommt. Ohne diese Daten konnte das Team die Bewegungen von Piastris Auto nicht richtig verfolgen. Bei Norris funktionierte die Telemetrie noch, was die Überwachung erleichterte.
Aktionen während des Rennens
Das Team bemerkte bereits in den ersten Runden, dass dies ein Problem werden würde. Norris fuhr später im Rennen deutlich weniger Gas und ließ das Auto rollen. Er versuchte so, weniger stark über die Platte zu schrammen. Diese Maßnahme funktionierte manchmal, aber nicht überall.
McLaren sagt, dass das Abbremsen der Geschwindigkeit in einigen Kurven hilfreich war, an anderen Stellen jedoch kontraproduktiv. Die Kombination aus dem Arbeitsbereich des Autos und den Eigenschaften der Rennstrecke machte viele Manöver unwirksam.
Was McLaren bereits getan hatte und was unklar bleibt
McLaren behauptet, dass es mit der Fahrhöhe kein übermäßiges Risiko eingegangen sei. Für die Qualifikation und das Rennen fügte das Team sogar einen zusätzlichen Spielraum gegenüber den Einstellungen im freien Training hinzu. Dieser Spielraum wurde jedoch durch unerwartete, starke vertikale Schwingungen zunichte gemacht.
Warum McLaren gerade in Vegas so große Probleme hatte, ist noch nicht ganz klar. Straßenkurse sind von Natur aus holpriger. Das macht den Verschleiß der Planken empfindlicher. Dennoch wurden bei anderen Teams keine Verstöße festgestellt, auch nicht bei den Fahrzeugen aus den Top Ten. McLaren untersucht weiterhin, was genau der Auslöser war.
- Der Sensor an Piastris Auto fiel aus, wodurch die Telemetrie unvollständig war.
- Porpoising verursachte hohen Verschleiß an den Planken.
- Norris versuchte, die Geschwindigkeit zu verringern, um den Schaden zu begrenzen.
- Andere Teams wurden nicht disqualifiziert.
Auswirkungen auf die Meisterschaft und die Teampolitik
Die doppelte Disqualifikation hat direkte Auswirkungen auf die Meisterschaft. Verstappen profitierte davon und rückt näher an Norris heran. Piastri verlor in praktischer Hinsicht ebenfalls, da beide Autos zurückgestuft wurden.
Es stellt sich die Frage, ob McLaren künftig entscheiden muss, welchen Fahrer das Team schützt, wenn beide Fahrer im Titelkampf bleiben. Teamchef Andrea Stella sagte, dass es dafür keinen Grund gebe, solange die Zahlen dies nicht erfordern. Die Fahrer dürfen laut dem Team in Katar frei fahren.
Blick nach vorn: Katar und Lehren für Woking
Das Rennen in Katar auf Lusail ist eine ganz andere Rennstrecke als Vegas. McLaren erwartet daher keine Wiederholung des gleichen Problems. Dennoch lieferte die Situation nützliche Informationen über den Arbeitsbereich des Autos und das Porpoising-Verhalten.
Stella lobte das technische Team in Woking für seine schnelle Reaktion und Untersuchung. McLaren will die neuen Erkenntnisse nutzen, um ähnliche Überraschungen in Zukunft zu vermeiden.
Zusammengefasst: Eine Sensorstörung an Piastris Wagen verhinderte eine korrekte Überwachung. Große vertikale Schwingungen verursachten unvorhergesehenen Verschleiß an den Planken. Dies führte zu zwei Disqualifikationen und veränderte die Meisterschaftswertung.
27. November 2025 | Formel 1
Aktives Aero und das Problem des Plankenverschleißes
Im Jahr 2026 werden die Formel-1-Fahrzeuge mit einer vollaktiven Aerodynamik ausgestattet sein. Die Flügel können zwischen zwei Positionen umgeschaltet werden: mehr Abtrieb in Kurven und weniger Luftwiderstand auf Geraden. Die Fahrer schalten manuell in speziellen Aktivierungszonen um, die von der FIA festgelegt werden.
Die Regeln lassen Spielraum, um die Spurführung bei unsicheren Bedingungen zu deaktivieren. Das gilt beispielsweise bei starkem Regen. Bei zu geringem Abtrieb auf nasser Fahrbahn kann ein Auto instabil und gefährlich werden.
Unvorhergesehenes Risiko: Verschleiß der Planken
Die Teams entdeckten ein unbeabsichtigtes Problem. Wenn die Fahrzeuge mit hohem Abtrieb auf geraden Strecken fahren, drücken die Kräfte das Auto stärker auf die Fahrbahn. Das erhöht das Risiko, dass die Holzplatte (Skid Block) abnutzt oder beschädigt wird. Plattenverschleiß führt zu Strafpunkten und sogar zur Disqualifikation. Das zeigte sich kürzlich bei einer doppelten Disqualifikation eines Teams.
Die Kombination aus höheren Kraftstoff- und Energiekosten aufgrund des Luftwiderstands ist bereits ein Thema. Aber der Verschleiß der Platte ist ein viel größeres Problem. Die Teams und die FIA haben das Thema in technischen und sportlichen Ausschüssen ausführlich diskutiert.
Wie die FIA das Problem lösen will
Die FIFA (FIA) und die Teams arbeiten an praktischen Anpassungen. Eine Lösung, die derzeit Gestalt annimmt, ist die Verkürzung der Aktivierungszonen bei unsicheren Bedingungen, wie beispielsweise Regen.
Unter trockenen Bedingungen kann eine Aktivierungszone die gesamte Länge einer Geraden umfassen. Bei Regen wird diese Zone deutlich kürzer oder verschwindet ganz. Weniger Zeit in der Geraden bedeutet, dass das Auto kürzer den größten vertikalen Kräften ausgesetzt ist. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass das Heck ausbricht.
- Kürzere Aktivierungszonen bei Nässe.
- Möglichkeit, in gefährlichen Situationen ein Umkippen vollständig auszuschließen.
- Option, bei Regen nur das vordere Flügelelement zu schalten, um den vorderen Teil weniger auf den Boden zu drücken.
Praktische und fortlaufende Beratung
Die FIA gibt an, dass mehrere Optionen diskutiert wurden. Die Details werden noch ausgearbeitet, bevor die Regeln offiziell festgelegt werden. Die Teams und die technische Leitung wünschen sich eine Lösung, die sowohl sicher als auch technisch realisierbar ist.
Das Thema gewinnt zusätzlich an Dringlichkeit, da es in dieser Saison bereits mehrere Fälle von übermäßigem Plankenschleifen gegeben hat. Neben der jüngsten Disqualifikation gab es bereits frühere Vorfälle bei anderen Teams während des Grand Prix von China bzw. Bahrain.
Letztendlich strebt der Sport ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit, fairem Wettbewerb und technischer Innovation an. Die vorgeschlagenen kürzeren Aktivierungszonen sollen dies ermöglichen, ohne den Kern der neuen Regeln für 2026 zu untergraben.
23. November 2025 | Formel 1
Was geschah
McLaren wurde nach dem Grand Prix von Las Vegas überraschend ausgeschlossen. Beide Autos wurden wegen zu starker Abnutzung der Platte unter dem Boden disqualifiziert. Der Ausschluss kam wie ein Schock. Am Ende des Rennens schien nur Lando Norris gefährdet zu sein. Seine Teamkollegen und Zuschauer dachten zunächst an das Kraftstoffmanagement.
Warum es schiefging
In den letzten Runden ließ Norris wiederholt das Gaspedal los und rollte aus. Das sah nach Kraftstoffsparen aus. Funkmeldungen des Teams deuteten darauf hin, dass der Kraftstoff später “in Ordnung” zu sein schien. Dies stellte sich jedoch als irreführender Hinweis heraus.
McLaren verwendete verschlüsselte Anweisungen. Das Ziel war nicht so sehr, Kraftstoff zu sparen. Das Ziel war, Schäden am Heck zu vermeiden. Durch weniger Gas am Ende der Geraden wurde das Heck weniger stark gegen den Asphalt gedrückt. So würde die Unterseite des Autos weniger stark über den Asphalt schrammen.
Warum Piastri nicht dasselbe tun sollte
Oscar Piastri erhielt keine vergleichbaren Anweisungen. Das lässt vermuten, dass sein Auto nicht das gleiche Problem hatte. Möglicherweise schien Piastri weniger Risiko zu haben, da er oft im DRS fuhr. Dadurch wurde sein Heck weniger stark belastet. McLaren kam während des Rennens zu dem Schluss, dass Norris’ Auto doch gefährdet war. Die Einschätzung, wie knapp dieser Spielraum war, erwies sich als falsch.
Teamreaktion und Nachwirkungen
Das Team gab nach dem Ergebnis kaum Erklärungen ab. Die geplante Medienkonferenz von Teamchef Andrea Stella wurde verschoben und später abgesagt. McLaren entschuldigte sich und kündigte eine interne Untersuchung an. Norris sagte, dass das Management am Ende des Rennens mit Problemen an ihrem Auto zu kämpfen hatte. Der Verband schloss schließlich beide McLarens aus.
Auswirkungen auf die Meisterschaft
Die Auswirkungen sind groß. Durch die Disqualifikation erhielten beide Fahrer keine Punkte. Norris’ Vorsprung schrumpfte auf 24 Punkte sowohl vor Piastri als auch vor Max Verstappen. Für die verbleibenden zwei Rennen – Katar mit einem Sprint und Abu Dhabi – stehen noch 58 Punkte zur Verfügung. Das macht die Meisterschaft um einiges spannender.
Wichtigste Punkte
- Ursache: zu starker Verschleiß der Platte unter dem Auto.
- Die Anweisungen an Norris waren verschlüsselt und sollten den Verschleiß der Planken begrenzen, nicht Kraftstoff sparen.
- Piastri erhielt keine vergleichbare Anweisung, wahrscheinlich weil sein Auto weniger gefährdet war.
- McLaren unterschätzte, wie knapp die Marge war. Diese Fehleinschätzung kostete beide Autos das Ergebnis.
- Sportlich: Norris’ Vorsprung ist jetzt viel geringer und die Meisterschaft ist wieder offen.
Schlussfolgerung
Es ist ein kostspieliger Fehler von McLaren. Die Entscheidung, Norris zurückschalten und ausrollen zu lassen, sollte Material sparen. Aber die Einschätzung des Plattenverschleißes erwies sich als falsch. Die Folgen sind sowohl für das Rennen als auch für den Titelkampf gravierend. McLaren untersucht nun, was genau schiefgelaufen ist.
23. November 2025 | Formel 1
Aston Martin erwägt Führungswechsel
Aston Martin erwägt einen Wechsel an der Spitze. Christian Horner gilt als möglicher Nachfolger. Auch Andreas Seidl und Mattia Binotto stehen auf der Liste. Die endgültige Entscheidung trifft Eigentümer Lawrence Stroll.
Kandidaten
Die genannten Namen sind konkret:
- Christian Horner – ehemaliger Teamchef von Red Bull.
- Andreas Seidl – ehemaliger McLaren-Chef.
- Mattia Binotto – derzeitiger COO bei Audi.
Die Rolle von Andy Cowell
Andy Cowell wird seine Position als Teamchef aufgeben. Er wird eine andere Funktion bei Aston Martin übernehmen. Diese Position konzentriert sich mehr auf die Antriebs- und Motorenentwicklung. Aston Martin beginnt eine neue Zusammenarbeit mit Honda für den Antriebsstrang. Cowell kam Ende letzten Jahres zum Team. Zuvor leitete er die Motorenabteilung von Mercedes in Brixworth. Dort war er an mehreren Weltmeisterschaften beteiligt.
Ursachen für den Wechsel
Designer Adrian Newey veränderte die Arbeitsweise innerhalb des Teams. Dies führte laut Quellen zu Meinungsverschiedenheiten mit Cowell. Diese Differenzen spielten eine Rolle bei der Entscheidung, Cowell zu versetzen. Das Team möchte sich stärker auf das Design und die Motorenentwicklung konzentrieren.
Wie geht es weiter?
Lawrence Stroll prüft derzeit, wer am besten zum neuen Konzept passt. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Das Ergebnis wird die Richtung für Aston Martins Zukunft in der Formel 1 bestimmen.
23. November 2025 | Formel 1
Hamilton zutiefst enttäuscht nach dem Rennen in Las Vegas
Lewis Hamilton bezeichnet diese Saison als «die schlechteste aller Zeiten». Das sagte er nach einem schweren Rennen in Las Vegas. Er kletterte noch auf Platz zehn. Aber das bedeutete ihm nichts. Er war sichtlich erschüttert.
Was auf der Bahn passierte
Hamilton gewann in der ersten Runde viele Plätze. Das verlief seiner Meinung nach recht einfach. Er blieb aus den Problemen heraus und holte zwei Haas-Boliden ein.
Danach ging es bergab. Er jagte lange Zeit Nico Hülkenberg. Hülkenberg wurde schließlich Neunter. Hamilton konnte im letzten Stint nicht mit Hülkenbergs Tempo mithalten. Er wurde auch fast von Ocons Haas überholt. Außerdem sagte er, dass es nach dem Kontakt mit Alex Albon zu einer Verschiebung des Gleichgewichts gekommen sei.
Keine Zufriedenheit trotz Erholung
Die Aufholjagd auf Platz zehn gab ihm kein gutes Gefühl. Er sagte, dass die Leistung keinerlei Befriedigung gebracht habe. Laut Hamilton hat das Team beim 2025-Auto bereits alles versucht. Es funktioniert nicht wie erwartet. Er fügte hinzu, dass Ferrari angesichts seiner eigenen Form keine echte Chance auf den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung habe.
Teamreaktion und Kontext
Teamchef Fred Vasseur reagierte gelassen. Er wies darauf hin, dass ein Start von P19/P20 das Rennen ohnehin schon schwierig macht. Vasseur fand, dass Hamilton einen guten ersten Teil des Rennens hatte. Im zweiten Stint gab es Probleme mit dem Medium-Reifen. Er rief dazu auf, ruhig zu bleiben und alles im Debrief zu besprechen.
Leclerc: Persönlich gut, Ergebnis frustrierend
Charles Leclerc beendete das Wochenende auf Platz sechs. Das waren 0,2 Sekunden hinter den Top Fünf. Leclerc sagte, dass es sein bestes Rennen der Saison in Bezug auf seine persönliche Leistung war. Er hatte das Gefühl, dass jede Runde wie eine Qualifikationsrunde war. Es gab nur wenige Fehler. Dennoch ist P6 für ihn frustrierend.
- Hamilton: bezeichnet diese Saison als die schlechteste seiner Karriere.
- Er erholte sich auf P10, war aber nicht zufrieden.
- Probleme: Gleichgewichtsprobleme nach Kontakt mit Albon und Reifenprobleme im zweiten Stint.
- Vasseur: Start weit hinten machte es schwierig; Nachbesprechung erforderlich.
- Leclerc: starke persönliche Leistung, dennoch enttäuscht mit P6.
Die Stimmung in der Medienecke war gedrückt. Hamilton musste sogar dementieren, dass er die Formel 1 verlassen wolle. Das Team und die Fahrer werden nun hinter den Kulissen weiter darüber beraten, was geändert werden muss.