Kleinwagen wie der Kia Picanto sind im Stadtverkehr beliebt. Sie sind kompakt und sparsam, was sie für viele Menschen ideal für den täglichen Gebrauch macht. Seit 2004 bietet Kia mit dem Picanto ein praktisches Auto an, das in den Niederlanden häufig auf den vorderen Plätzen der Verkaufslisten zu finden ist.

Bekannte Probleme Kia Picanto

kia picanto problemeDer Kia Picanto hat einige Schwachstellen. Ob Probleme mit den Motoren, bekannte Mängel beim TÜV oder das Getriebe als Schwachstelle - es gibt einige Punkte, auf die Autobesitzer achten sollten. Welche das sind, klären wir mit dem folgenden Leitfaden.

Das Team von CarWiki.de hat die klassischen Schwachstellen identifiziert und übersichtlich dargestellt. Möchten Sie, dass wir Ihre Erfahrungen nutzen? Sie hatten Probleme mit dem Kia Picanto (z.B. bei der Inspektion) und möchten uns davon berichten? Sie können gerne die Kommentarfunktion am Ende der Nachricht nutzen. Herzlichen Dank!

Probleme mit dem Kia Picanto III Typ JA (seit 2017)

Die dritte Generation des Kia Picanto wird seit 2017 in Deutschland verkauft. Anders als sein Vorgänger ist das Modell nur als Fünftürer erhältlich. Mit dem 1.0 MPI als Reihendreizylinder-Saugmotor, dem 1.2 MPI als Reihendreizylinder-Saugmotor und dem 1.0 T-GDI als Reihendreizylinder-Motor mit Direkteinspritzung und Turbo stehen drei Motorvarianten zur Auswahl.

Serienmäßig ist ein Fünfgang-Schaltgetriebe eingebaut, für einige Modelle ist gegen Aufpreis eine Vier- oder Fünfgang-Automatik erhältlich. Im Juni 2020 führte Kia ein Facelift für den Picanto ein. Die Motoren des Kia Picanto haben bisher keine Schwächen gezeigt. Insbesondere die atmosphärischen Motoren weisen auch bei hoher Laufleistung keine Mängel auf. Bei der Direkteinspritzung können im Laufe der Jahre verschmutzte Einspritzdüsen entstehen. Dann müssen die Injektoren ausgetauscht werden, um Probleme zu vermeiden.

Das Gleiche gilt für das Getriebe, egal ob es sich um einen Schalter oder eine Automatik handelt. Der erhöhte Verschleiß der Kupplung, der für Kleinwagen im Stadtverkehr nicht unüblich ist, bereitet dem Kia Picanto keine Probleme. Wer sich für das Automatikgetriebe entscheidet, muss allerdings mit einem höheren Kraftstoffverbrauch rechnen. Nach offiziellen Angaben steigt der Kraftstoffverbrauch je nach Motor und Getriebe um bis zu einem Liter pro 100 Kilometer. Bislang gab es keine Rückrufe für die dritte Generation des Kia Picanto.

Probleme mit dem Kia Picanto II Typ TA (2011 bis 2017)

Die zweite Generation des Kia Picanto wurde zwischen 2011 und 2017 in Deutschland verkauft. Das Modell war als Drei- und Fünftürer erhältlich. Neben den klassischen Benzinmotoren gab es auch einen Antrieb, der mit Autogas betrieben werden konnte. Neben dem serienmäßigen Fünfgang-Schaltgetriebe war das Modell mit 1.2 CVVT-Benzinmotor gegen Aufpreis auch mit einer Viergang-Automatik erhältlich. Im Jahr 2015 wurde ein kleines Facelifting durchgeführt.

Der zweite Kia Picanto hat seine Probleme mit der Hauptuntersuchung, denn zahlreiche Probleme und Mängel können den TÜV-Termin zu einem unüberwindbaren Hindernis machen. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf den Lenkgelenken, die bereits nach wenigen Jahren verschleißen. Ebenso bleibt das Abblendlicht oft ohne Funktion. Die Auspuffanlage und die Funktion der Bremsen, insbesondere der Handbremse, sind oft unzureichend. Darüber hinaus ist der Kia Picanto für den erhöhten Ölverlust in Motor und Getriebe bekannt, der schon beim ersten TÜV-Termin Probleme bereitet.

Die Pannenstatistik des ADAC zeigt ein gemischtes Bild, da vor allem ältere Fahrzeuge von verschiedenen Pannen betroffen sind. Die Batterie (2012 bis 2014) und die Zündkerzen (2012 bis 2014) sind die häufigsten Pannenursachen. Zahlreiche Autobesitzer haben über Probleme mit der Klimaanlage berichtet, die nicht immer richtig zu funktionieren scheint. Es bleibt unklar, ob es sich dabei um Defekte handelt oder ob die Klimaanlage generell keine ausreichende Kühlleistung erbringt. Auch diverse Rumpelgeräusche, unter anderem durch defekte Radlager, sowie blinde, beschlagene Scheinwerfer wurden uns häufig gemeldet.

Rückrufaktionen: Korrosion an der Bremse und Kraftstoffverlust

Der zweite Kia Picanto wurde zweimal zurückgerufen. Bei Fahrzeugen, die von 2011 bis März 2012 hergestellt wurden, kann der Mechanismus der hinteren Bremssättel korrodieren und schwergängig werden. Dies wiederum führte dazu, dass die Feststellbremse nicht mehr vollständig gelöst werden konnte, was zu Überhitzung und Fahrstabilitätsproblemen führte. Der zweite Rückruf betrifft Modelle, die zwischen dem 1. Februar 2011 und dem 30. Juni 2012 gebaut wurden. Hier konnte ein erhöhter Verschleiß der Außenbeschichtung an den Kraftstoffeinfüll- und Ausgleichsschläuchen nicht ausgeschlossen werden. Im schlimmsten Fall kam es zum Verlust von Brennstoff und einer möglichen Brandgefahr.

Probleme mit dem Kia Picanto I Typ BA/SA (2004 bis 2011)

Der erste Kia Picanto feierte im April 2004 seine Markteinführung. Damals konnte man zwischen einem Benzin- und einem Dieselmotor wählen, wobei es sich bei dem Benzinmotor um einen Vierzylinder-Reihenmotor und bei dem Selbstzünder um einen Dreizylinder handelte. Beide Modelle waren serienmäßig mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe erhältlich, für den Benziner gab es gegen Aufpreis auch eine Viergang-Automatik. Im Dezember 2007 fand ein Facelift statt, in dessen Folge der Dieselmotor aus dem Programm verschwand.

Die meisten Autokäufer haben sich für den Kia Picanto mit einem Benzinmotor entschieden, daher sind hier die meisten Informationen verfügbar. Einige Besitzer wurden von einem Motorschaden nicht verschont. Die Ursache ist bekanntlich die Kurbelwellenriemenscheibe, deren Befestigungsschrauben zu kurz waren. Schließlich hat Kia eine kostenlose Dienstleistung mit optimierten Komponenten erbracht. Doch das war nicht das einzige Problem mit der Kurbelwelle. Auch die Sensoren bereiteten immer wieder Kopfzerbrechen. Sowohl Kurbelwellen- als auch Nockenwellensensoren fallen häufig aus. In diesem Zusammenhang sollten Autofahrer auf den Fehlercode P0340 achten. In der ADAC-Analysestatistik schneidet der Kia Picanto gut bis sehr gut ab, aber die geringe Zahl der Zulassungen lässt keine aussagekräftige Bewertung zu. Wir haben festgestellt, dass auch die Batterien, die Komponenten der Zündanlage und die Klopfsensoren immer mehr Probleme verursachen.

Obwohl es keine Informationen über das 4-Gang-Automatikgetriebe gibt, weist das 5-Gang-Schaltgetriebe eine Reihe von Schwächen auf. Zum einen ist die Kupplung durch die vielen Fahrten im Stadtverkehr einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt, was im Laufe der Jahre zu Kupplungsschäden führt. Andererseits lassen sich manche Gänge, vor allem der Rückwärtsgang, oft nur widerwillig und mit größerem Kraftaufwand einlegen. In diesem Zusammenhang sollte auch der Schaltmechanismus auf eventuelle Schäden überprüft werden. Im schlimmsten Fall endet die Fahrt mit einem Getriebeschaden durch gerissene Kupplungsseile. Beim ersten Kia Picanto haben wir mehr über dieses Problem gehört.

Die Besitzer der ersten Generation des Kia Picanto bemängeln unter anderem die schlechte Qualität des Kleinwagens, die sich in störenden Geräuschen und klappernden, wackeligen Sitzen niederschlägt. Außerdem lässt die Klangqualität des serienmäßigen Soundsystems zu wünschen übrig. Die Fensterheber geben oft den Geist auf, meist aus elektrischen Gründen.

Rückrufe: Materialermüdung und festsitzende Bremsen

Für den ersten Picanto von Kia gab es zwei Rückrufaktionen. Materialversprödung im Bereich des Kraftstoffeinfüllstutzens kann bei einigen Fahrzeugen zu Kraftstoffaustritt führen. Aus diesem Grund musste das Teil durch eine verbesserte Version ersetzt werden. Die zweite Maßnahme betrifft die Mechanik der hinteren Bremssättel, die aufgrund von übermäßiger Korrosion schwergängig werden. Darüber hinaus konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Feststellbremse blockiert war. Das Handbremsseil oder die kompletten Bremssättel mussten in der Werkstatt ausgetauscht werden.

Kaufberatung Kia Picanto

Das Land ist voll von Kia Picantos. Er ist einer der meistverkauften Kias der letzten 10 Jahre. Dies spiegelt sich im Angebot an gebrauchten Picanto wider. Der Kia Picanto ist ein sehr sparsames Auto. Bedenken Sie, dass die Werksangaben sehr rosig sind und kaum je erreicht werden können. Die zweite Generation des Kia Picanto ist als Gebrauchtwagen sehr beliebt. Das ist verständlich, denn es ist immer noch ein attraktives Auto, mit einem auffälligen Aussehen und vielen anderen guten Eigenschaften. Darüber hinaus ist es ein sehr hochwertiges Auto. Der Picanto ist extrem zuverlässig, es ist eine Seltenheit, dass dieser Kia seinen Fahrer im Stich lässt. Es kommt nur manchmal vor, dass die Zündspulen nicht mit Strom versorgt werden. Dann springt der Motor einfach nicht mehr an. Das liegt nicht an den Zündspulen, das ist sicher kein ernsthaftes Problem, aber es ist ein Drahtbruch im Batteriekabel. Die Pannenhilfe repariert das Problem an Ort und Stelle. Wenn die Scheibenwischer aufgrund einer durchgebrannten Sicherung wiederholt ausfallen, ist die Ursache ein Kurzschluss im Kabelbaum unter dem Armaturenbrett. Die Werkstatt verlegt den Kabelbaum so, dass er "frei" ist, tauscht die Sicherung aus, und im Prinzip passiert das nicht mehr. Es scheint auch, dass bei schlecht gewarteten Picantos die Verteilerkette bei 60.000 Kilometern Probleme verursachen kann. Umso wichtiger ist es, beim Kauf eines Gebrauchtwagens auf eine ordnungsgemäße Wartung gemäß dem Handbuch zu achten und einen entsprechenden Nachweis zu erhalten.